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Mietrecht - Haustiere dürfen nicht verboten werden


Vierbeiner  

Mietrecht - Haustiere dürfen nicht verboten werden

24.02.2014, 11:45 Uhr | om (CF)

Mietrecht - Haustiere dürfen nicht verboten werden. Haustiere können vom Vermieter nicht mehr grundsätzlich verboten werden. Dennoch lohnt es sich, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Haustiere können vom Vermieter nicht mehr grundsätzlich verboten werden. Dennoch lohnt es sich, das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vermieter dürfen ihren Mietern nicht grundsätzlich verbieten, Haustiere in ihrer Wohnung zu halten. Während die Haltung von Kleintieren durch das Mietrecht schon lange zulässig ist, hat der Bundesgerichtshof im März 2013 ein Urteil gefällt, das Hunde- und Katzenhalter freuen dürfte: Ein generelles Verbot der Hunde- und Katzenhaltung in Formularmietverträgen ist unwirksam.

Haustiere im Mietrecht

Das Mietrecht regelt schon lange, dass Kleintiere wie Nagetiere, Vögel oder Fische von jedem Mieter gehalten werden dürfen - unabhängig davon, was der Vermieter dazu sagt. Die Haltung von Hunden und Katzen haben bis 2013 hingegen viele Vermieter in ihren Mietverträgen von vornherein ausgeschlossen.

Nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) vom 20. März 2013 ist eine solche Klausel allerdings nicht zulässig. "Sie benachteiligt den Mieter unangemessen, weil sie ihm eine Hunde- und Katzenhaltung ausnahmslos und ohne Rücksicht auf besondere Fallgestaltungen und Interessenlagen verbietet", heißt es laut "zeit.de" in dem Urteil zum Mietrecht. Dies bedeutet allerdings noch nicht, dass Hunde und Katzen von Mietern unter allen Umständen als Haustiere gehalten werden dürfen.

Hunde und Katzen als Haustiere: Einzelfallprüfung

Möchten Mieter Hunde oder Katzen in ihrer Wohnung halten, sieht das Mietrecht vor, dass der Vermieter im Einzelfall entscheiden kann, ob er die Haltung der Haustiere erlaubt oder nicht.

Laut "zeit.de" heißt es im Urteil des BGH weiter, dass eine "umfassende Abwägung der im Einzelfall konkret betroffenen Belange und Interessen der Mietvertragsparteien, der anderen Hausbewohner und der Nachbarn erfolgen" müsse. Das heißt: Die Interessen von Mietern und Vermieter sowie der übrigen Hausbewohner und Nachbarn müssen gegeneinander abgewogen werden. Dieter Wall vom Deutschen Mieterbund rät laut der "Süddeutschen Zeitung", in jedem Fall das Gespräch mit dem Vermieter zu suchen, bevor Haustiere angeschafft werden.

Exotische Haustiere im Mietrecht

Exotische Tiere, die unter die Gefahrtierverordnung der Bundesländer fallen, dürfen von Privatpersonen gar nicht gehalten werden - ansonsten handelt es sich um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Doch auch wenn die exotischen Haustiere nicht unter diese Verordnung fallen, sollte der Mieter vor der Anschaffung eines solchen Tieres das Gespräch mit seinem Vermieter suchen. Ist das Unbehagen des Vermieters oder der Nachbarn gegenüber dem Exoten zu groß, ist es auch hier im Rahmen des Mietrechts möglich, dass die Haltung des Tiers untersagt wird.

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