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Immobilien-Angebot im Vergleich mit anderen Vermögensklassen

Richtig rechnen  

Immobilien-Angebot im Vergleich mit anderen Vermögensklassen

25.04.2014, 13:35 Uhr | Von Christoph Leichtweiß für T-Online.de

. Luxuriöse Wohn-Immobilien im Frankfurter Ostend (Quelle: dpa)

Luxuriöse Wohn-Immobilien im Frankfurter Ostend (Quelle: dpa)

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Einordnung des vorliegenden Angebotes für den Anleger

Die so errechneten statischen Renditen sollten dann ins Verhältnis zu den aktuell verfügbaren laufenden Kapitalmarktrenditen und anderen am Markt verfügbaren Investitionsalternativen gesetzt werden. Folgende Grafik verdeutlicht diesen Schritt anhand der Objektrendite in Höhe von 2,99 Prozent.

Welche Investition wirft welche Rendite ab? Der Vergleich zeigt es. (Quelle: Ypos Consulting GmbH, Reuters Eikon)Welche Investition wirft welche Rendite ab? Der Vergleich zeigt es. (Quelle: Ypos Consulting GmbH, Reuters Eikon)

In diesem Fall stellt sich somit die Frage, ob der erwartete Renditeaufschlag von laufend knapp 0,4 Prozent (alles ohne Wertveränderungen, sondern nur auf die laufende Rendite bezogen) gegenüber einem Investmentfonds mit 1500 verschiedenen Wertpapieren und hunderten unterschiedlichen Unternehmen das Klumpenrisiko, das sich aus nur einer Immobilie ergibt, tatsächlich aufwiegen kann.

Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass die Erwerbskosten erheblich differieren. Während der Investmentfonds mit maximal vier Prozent Ausgabegebühr belastet wird, sind es bei der Immobilie effektiv zwölf Prozent.

Bei der Immobilie kann die Rendite auf das eingesetzte Kapital im vorliegenden Beispiel zwar auf über vier Prozent gesteigert werden, aber der Grund liegt nicht in der Ertragskraft der Immobilie, sondern der risikoerhöhenden Kreditaufnahme. Auch der persönliche Zeitaufwand für die Unterhaltung der Immobilie und die Erstellung der steuerlich relevanten Unterlagen sind zu berücksichtigen.

Beim Immobilienkauf gibt es keine Verlustsicherung

Die Kaufentscheidungen bei Immobilien als Kapitalanlage sollten mindestens mit der gleichen Vorsicht und Sorgfalt getroffen werden wie bei allen anderen Investitionen. Während private Anleger bei Investmentfonds, Einzelaktien und übrigens auch Immobilienfonds zwingend über die wichtigsten Risiken informiert werden müssen und Berater darauf zu achten haben, dass die Investitionen auch zu den finanziellen Gegebenheiten des Kunden passen, sind beim Immobilienerwerb weder Makler, noch Notar oder etwa der Steuerberater dazu verpflichtet, eine wirtschaftliche Betrachtung aus Sicht des Käufers durchzuführen (von offensichtlichen Schrottimmobilien abgesehen). Auch die finanzierende Bank hat eher die Sicherstellung ihrer Forderung als eine wirtschaftliche Gesamtbetrachtung aus Anlegersicht im Fokus.

Neben der genauen Renditeberechnung unter Einbeziehung aller relevanten Aufwendungen und Erträge sollte auch kritisch gefragt werden, ob das eingegangene Risiko in Form von nur einer Immobilie durch einen angemessenen Renditeaufschlag gegenüber anderen Investments angemessen vergütet wird.

Eine Beratung vom Experten ist sinnvoll

Zusätzlich sollten zwingend die langfristigen Auswirkungen auf die Liquidität und die Vermögensstruktur betrachtet werden. Die hier gezeigten statischen Berechnungen können daher nur die Basis für eine genauere Analyse und den sinnvollen Ansatz verschiedener Zukunftserwartungen sein.

Aus diesen Gründen ist es sinnvoll, einen unabhängigen Berater mit entsprechendem Fachwissen und nachweisbaren Erfahrungen in den Entscheidungsprozess einzubeziehen, um finanzielle Fehlentscheidungen und langfristige negative Folgen zu vermeiden.

Christoph Leichtweiß (Quelle: privat)Christoph Leichtweiß (Quelle: privat)

Der Autor Christoph Leichtweiß ist Finanzplaner und Portfoliomanager. Als Geschäftsführer der YPOS-Consulting GmbH entwickelt er Beratungsprozesse und Anlagestrategien. Diese setzt er als Finanzplaner bei der YPOS Finanzplanung GmbH für private Anleger um. Mehr unter: http://www.ypos-fp.de/

- Die Meinung der Gastautoren stimmt nicht unbedingt mit der Meinung der Redaktion überein. -

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