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ARD-Doku über Berliner Immobilienmarkt


"Wem gehört die Stadt?"  

ARD-Doku über Berliner Immobilienmarkt

20.08.2014, 00:12 Uhr | t-online.de

ARD-Doku über Berliner Immobilienmarkt. Viele Anwohner befürchten steigende Mieten und Verdrängung (Quelle: SWR/kurhaus produktion/Martin Koddenberg)

Viele Anwohner befürchten steigende Mieten und Verdrängung (Quelle: SWR/kurhaus produktion/Martin Koddenberg)

Der Eigentümer des Hauses in Berlin hatte der türkischstämmigen Familie Gülbol gekündigt. Die Gülbols hatten es zuvor versäumt eine Mietnachzahlung innerhalb einer vorgegebenen Frist zu begleichen. Die erste Zwangsräumung Ende 2012 scheiterte. Ein Gericht gab dem Eigentümer Recht. Die Folge: Die Gerichtsvollzieherin rückte im Februar 2013 mit 800 Polizisten an. Der Familienvater Ali Gülbol übergab der Beamtin die Schlüssel ohne Widerstand und stellte sich die Frage: Wem gehört die Stadt? Eine ARD-Dokumentation zeigt bedrückende Schicksale wie dieses.

Die Nachfrage nach Immobilien in Berlin ist gewaltig. Das Angebot in begehrten Lagen ist knapp, die Wohnungssuche zum Kampf geworden. Es mangelt an bebaubaren Flächen. Das treibt die Preise. Zudem nutzten Eigentümer zunehmend eine Sanierung, um anschließend die Miete in die Höhe zu treiben oder Mieter loszuwerden. Wie in Berlin-Neukölln. Plötzlich entdecken Mieter, dass ihre Wohnung - schick aufgemacht - auf Immobilienportalen zum Verkauf angeboten wird.

Immobilien-Dorado Berlin

An Käufern mangelt es nicht. Viele Investoren sind auf Immobilienjagd. So auch der Norweger Einar Skjerven, den die ARD-Autoren begleiten. Er hat die Hauptstadt als Immobilien-Dorado entdeckt. In großem Stil kauft und verkauft er inzwischen Eigentumswohnungen in der deutschen Hauptstadt - an zahlungskräftige Kundschaft aus ganz Europa, die in das Berliner "Betongold" investiert.

Die Geschwister Schöne verkauften eine sanierungsbedürftige Altbauwohnung in gerade einmal zwei Tagen - und zu einem höheren Preis als ursprünglich gefordert.

In Berlin-Friedrichshain stellen sich Anwohner gegen den Bau von 600 Wohnungen. Sie wollen mehr Grünflächen und Parks. Sie fürchten, dass ihr Stadtteil deutlich teurer werden wird. Der Investor versteht das Problem nicht. Die Stadt bräuchte doch dringend neuen Wohnraum und er würde ihn bauen. Sogar eine kostenlose Kita und 3000 Quadratmeter preiswerte Mietwohnungen will er zur Verfügung stellen.

Der 90 Minuten lange Dokumentarfilm von Kristian Kähler und Andreas Wilcke gibt einen Überblick in die Geschäfte von Immobilienspekulanten und die der Betroffenen.

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