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Mietpreisbremse zunächst wirkungslos: Mieten und Immo-Preise steigen auch 2015 weiter


Mietpreisbremse zunächst wirkungslos  

Mieten und Immo-Preise steigen auch 2015 weiter

26.12.2014, 13:00 Uhr | dpa

Mietpreisbremse zunächst wirkungslos: Mieten und Immo-Preise steigen auch 2015 weiter. Wohnungskäufer und Mieter zahlen auch 2015 spürbar mehr (Quelle: imago/Revierfoto)

Wohnungskäufer und Mieter zahlen auch 2015 spürbar mehr (Quelle: imago/Revierfoto)

Immobilienkäufer und Mieter müssen im kommenden Jahr meist tiefer in die Tasche greifen. Zwar soll die für 2015 geplante Preisbremse manchen Mietern Entlastung bringen. Viele Menschen müssen sich nach Ansicht des Deutschen Mieterbunds (DMB) dennoch auf steigende Mieten einstellen. Eine gute Nachricht ist dem Verband zufolge aber, dass die Heizkosten für das zu Ende gehende Jahr deutlich niedriger ausfallen dürften. Auch für Kaufimmobilien steigen die Preise nach Expertenansicht weiter, allerdings nicht mehr so rasant wie zuletzt.

Trotz der geplanten Mietpreisbremse müssen gerade Mieter in angespannten Wohnungsmärkten wie Ballungszentren oder Universitätsstädten Preissteigerungen hinnehmen, wie DMB-Direktor Lukas Siebenkotten sagte: "Die Mietpreisbremse ist ja überhaupt noch nicht beschlossene Sache. Mit der Verabschiedung ist erst Ende Januar, Anfang Februar nächsten Jahres zu rechnen."

Doch auch dann greift sie nicht sofort. Die Bundesländer müssen anschließend noch die Gebiete definieren, die sie für besonders relevant halten. "Ich rechne nicht damit, dass das vor der zweiten Jahreshälfte 2015 der Fall sein wird." Damit werde die Preisbremse 2015 noch keine großen Auswirkungen mehr haben, prophezeite Siebenkotten.

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Mietpreisbremse mit Ausnahmen

Die Mietpreisbremse soll im Januar vom Bundestag beschlossen werden und im Frühjahr 2015 in Kraft treten. Nach dem Gesetzentwurf der Bundesregierung dürfen die Mieten bei der Neubelegung einer Wohnung künftig höchstens zehn Prozent über der vergleichbaren ortsüblichen Miete liegen. Erstvermietungen in Neubauten und Mieten nach einer umfassenden Modernisierung sollen ausgenommen sein. Die Bundesländer sollen festlegen, in welchen Lagen die Preisbremse gilt.

Bei Kaufimmobilien dürfte die Nachfrage gerade in besonders beliebten Gegenden hoch bleiben. Allerdings erwarten Experten, dass sich der Preisauftrieb abschwächt. "Nicht zuletzt im Zuge der Beruhigung teilweise heiß gelaufener regionaler Immobilienmärkte steigen die Kaufpreise selbst genutzten Wohneigentums inzwischen nur noch vergleichsweise moderat an", analysierte die Deutsche Bundesbank in ihrem Monatsbericht für November.

Ein Ende des seit 2010 anhaltenden Trends steigender Immobilienpreise ist aber auch 2015 nicht in Sicht. Denn die Nachfrage dürfte bei zu geringer Bautätigkeit hoch bleiben. Gleichzeitig bleibt die Finanzierung günstig, und der Anlagenotstand angesichts der Minizinsen treibt Investoren weiterhin in Immobilien.

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