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Billigimmobilien: Ausländische Investoren kaufen deutsche Wohnungen

Jetzt auch B- und C-Lagen  

Ausländische Investoren kaufen deutsche Billigimmobilien

13.01.2015, 13:34 Uhr | Nicolai Kwasniewski, Spiegel Online

Billigimmobilien: Ausländische Investoren kaufen deutsche Wohnungen. Auch Immobilien in weniger attraktiven Lagen sind ins Visier von Investoren aus dem Ausland geraten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch Immobilien in weniger attraktiven Lagen sind ins Visier von Investoren aus dem Ausland geraten (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Preise sind niedrig, die Bestände solide: Deutschlands Immobilien sind für Investoren so attraktiv, dass jetzt selbst B- und C-Lagen gekauft werden. 2015 dürfte die Nachfrage weiter steigen, auch wegen Interessenten aus China.

Auch wenn Mieter in München, Hamburg oder Köln es ungern hören: Deutsche Wohnungen sind im europäischen Vergleich enorm günstig, sowohl zur Miete als auch zum Kauf. Ähnlich steht es bei Büros und Ladengeschäften. Deshalb stecken internationale Investoren ihr Geld besonders gerne in deutsches Betongold. Das ist das Ergebnis des "Trendbarometers Immobilien-Investmentmarkt 2015", für das die Wirtschaftsprüfer von EY (früher Ernst & Young) Investoren befragt haben, die am deutschen Immobilienmarkt aktiv sind.

Klar ist: Sie erwarten 2015 weiter steigende Preise: "Zu viel Kapital, zu wenige Investitionsmöglichkeiten", zitiert das Trendbarometer einen Investor. "Deutschland ist enorm attraktiv", sagt EY-Immobilienexperte Christian Schulz-Wulkow, "im internationalen Vergleich haben wir in Deutschland noch sehr niedrige Mieten". Die Aussichten für Anleger sind also gut. Für 2015 rechnen die Investoren mit Verkäufen von mehr als 50 Milliarden Euro - so viel wie zuletzt vor der Finanzkrise.

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"Die Bereitschaft, höhere Risiken einzugehen, hat zugenommen", stellt Schulz-Wulkow fest. So nehmen Käufer Leerstände in Kauf, und sie kaufen Immobilien auch in sogenannten B- und C-Lagen, also in Städten wie Leipzig, Dresden, Erfurt, Itzehoe oder Flensburg.

Warum das so ist, zeigt sich in den wörtlichen Zitaten, die im Trendbarometer aufgenommen sind: Mitunter habe man den Eindruck, heißt es dort, "dass (gute) Immobilien als der einzige 'safe haven' angesehen werden, um die überreichlich vorhandene Liquidität halbwegs sicher zu parken." Vor allem sind es ausländische Käufer, die sich laut Schulz-Wulkow in Deutschland breitmachen: "Jetzt stehen auch chinesische Investoren vor der Tür, die werden 2015 deutlich am Markt präsent sein".

Eine Immobilienblase will Schulz-Wulkow aber nicht sehen: "Es mag in Einzelfällen Übertreibungen geben, aber generell gibt es keine Blasen". Der Grund: Das hohe Preisniveau werde vor allem durch die extrem niedrigen Zinsen getrieben. Gleichzeitig seien die Banken bei der Kreditvergabe vorsichtiger geworden, die aggressive Finanzierung aus der Zeit vor der Finanzkrise gebe es nicht mehr.

Für die privaten Käufer von Einfamilienhäusern oder Eigentumswohnungen hätten die Geschäfte der Immobiliengesellschaften keine Konsequenzen, glaubt Schulz-Wulkow: "Die Unternehmen kaufen Großbestände, die typischen Siedlungen der fünfziger und sechziger Jahre. Die treiben also nicht die Preise für Eigentumswohnungen".

Derzeit herrscht in der Branche eine Art Konsolidierungswettlauf: Im vergangenen Jahr wurde die börsennotierte GSW Immobilien von der Deutsche Wohnen übernommen. Der Konkurrent Deutsche Annington hat erst die Vitus-Gruppe übernommen und im vergangenen Monat ein Angebot für den Konkurrenten Gagfah vorgelegt. "Größe wird am Kapitalmarkt belohnt", sagt Schulz-Wulkow. Über Kapitalmangel können sich die Unternehmen nicht beklagen. Zu ihren größten Aktionären gehören Staatsfonds aus Norwegen, Singapur oder Abu Dhabi.

Eine weitere Aussage aus dem Trendbarometer dürfte deshalb auch eher die Aktionäre der Immobilienfirmen beruhigen als die Mieter: Die Mietpreisbremse macht den Investoren offenbar keine Sorgen. Der Aussage "Die Mietpreisbremse wird Renditen großer Bestandshalter spürbar negativ beeinflussen" stimmte lediglich ein Drittel der Befragten zu.

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