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Betriebskostenspiegel: So viel müssen deutsche Mieter zahlen


Betriebskostenspiegel: Wie viel deutsche Mieter zahlen müssen

17.08.2015, 15:23 Uhr | zuhause.de

Betriebskostenspiegel: So viel müssen deutsche Mieter zahlen. Betriebskostenspiegel: Der Löwenanteil entfällt auf Heizung und Warmwasser. (Quelle: imago images/Paul von Stroheim)

Betriebskostenspiegel: Der Löwenanteil entfällt auf Heizung und Warmwasser. (Quelle: Paul von Stroheim/imago images)

Deutsche Mieter mussten 2013 im Durchschnitt 2,19 Euro pro Quadratmeter und Monat alleine für Betriebskosten bezahlen. Das geht aus dem aktuellen Betriebskostenspiegel des Deutschen Mieterbunds (DMB) hervor. Preistreiber waren vor allem die gestiegenen Kosten für Heizung und Warmwasser. Wo die Mieter am stärksten zur Kasse gebeten werden und mit welcher Kostenentwicklung die Mieterschützer in Zukunft rechnen.

Rechnet man alle denkbaren Betriebskostenarten mit den jeweiligen Einzelbeträgen zusammen, könne die sogenannte zweite Miete sogar bis zu 3,26 Euro pro Quadratmeter und Monat betragen. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung wären das stolze 3200 Euro Betriebskosten im Abrechnungsjahr 2013.

Ostdeutsche zahlen höhere Betriebskosten

Wie stark die Mieter zur Kasse gebeten werden, ist regional sehr unterschiedlich. Westdeutsche zahlten 2013 im Durchschnitt 2,17 Euro pro Quadratmeter und Monat, Ostdeutsche mussten gut fünf Prozent mehr bezahlen (2,28 Euro). Die Heizkosten lagen hier zwölf Cent und damit rund acht Prozent über den Durchschnittswerten im Westen. Für Warmwasser mussten die Ostdeutschen im Schnitt vier Cent mehr bezahlen als westdeutsche Mieter.

Dafür waren die kommunalen Gebühren wie Grundsteuer, Straßenreinigung und Müllbeseitigung in den westlichen Bundesländern höher; ebenso viele umlagefähige Kosten für Versicherungen und Dienstleistungen wie Gebäudereinigung, Gartenpflege oder Hausmeister.

Insbesondere bei den Betriebskostenpositionen Grundsteuer, Wasser/Abwasser oder Müllbeseitigung sind die regionalen beziehungsweise lokalen Unterschiede groß. Bei Heizkosten und Warmwasser werden die Höhe der Kosten vor allem durch klimatische Einflüsse und starke Preisunterschiede, insbesondere bei Gas und Fernwärme, bestimmt.  

Kosten für Heizung und Warmwasser 2013 gestiegen

Die Kosten für Heizung und Warmwasser sind im Abrechnungsjahr 2013 gestiegen. 1,51 Euro pro Quadratmeter und Monat mussten deutsche Mieter im Schnitt zahlen. Für eine 80 Quadratmeter große Wohnung summieren sich die Kosten also auf 1450 Euro im Jahr. 69 Prozent der gezahlten Betriebskosten entfielen somit auf Heizung und Warmwasser.  

Der Anstieg der "warmen Betriebskosten" 2013 sei zum einen auf die kälteren Wintermonate zu Beginn des Jahres zurückzuführen, so der Mieterbund. Zum anderen wurden Gas und Fernwärme im Jahresdurchschnitt 1,3 beziehungsweise 2,8 Prozent teurer.

Der Preisrückgang beim Heizöl im Kalenderjahr 2013 schlug sich noch nicht wie erwartet bei den Heizkosten nieder. "Denkbar ist, dass viele Vermieter noch im letzten Quartal 2012 getankt haben und dieses vergleichsweise teure Heizöl noch 2013 verbraucht wurde", schätzt man beim DMB.  

Mieterschützer rechnen mit positiver Entwicklung bei den Betriebskosten 2014

2014 dürfte aus Mietersicht ein gutes Abrechnungsjahr werden. "Mieter können mit niedrigeren Betriebskosten und damit sogar mit Rückzahlungen rechnen", prognostiziert der DMB. Zwar sind 2014 in vielen Städten und Gemeinden die Grundsteuern zum Teil deutlich erhöht worden, aber die Kosten für Wasser und Abwasser sind um nur 0,7 Prozent gestiegen. Die für die Müllbeseitigung sind sogar leicht gesunken.

Entscheidend ist aber, dass die Heiz- und Warmwasserkosten für das Kalenderjahr 2014 spürbar niedriger ausfallen dürften als 2013. "Wegen der deutlich wärmeren Wintermonate 2014 ist der Heizenergieverbrauch um 20 bis 25 Prozent gesunken", so der DMB.

Ebenso die Energiepreise: Der Gaspreis sank um 0,1 Prozent, der für Fernwärme um 1,3 Prozent und der für Öl um 7,8 Prozent. Auch wenn es lokal und regional unterschiedliche Preisentwicklungen geben kann, ist die generelle Prognose für 2014 also sehr gut.  

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