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Mieten und Immobilienpreise steigen auch 2016 in den Ballungsräumen

Markt droht zu überhitzen  

Immobilienpreise und Mieten steigen 2016 weiter

27.12.2015, 09:25 Uhr | oca, dpa, t-online.de

Mieten und Immobilienpreise steigen auch 2016 in den Ballungsräumen. Die Nachfrage nach Wohnraum wird auch im kommenden Jahr hoch bleiben - das treibt die Preise, vor allem in den Ballungsräumen. (Quelle: imago/Hans Blossey)

Die Nachfrage nach Wohnraum wird auch im kommenden Jahr hoch bleiben - das treibt die Preise, vor allem in den Ballungsräumen. (Quelle: imago/Hans Blossey)

Der seit 2010 andauernde Preisauftrieb bei Wohnimmobilien wird sich nach Überzeugung von Experten auch im neuen Jahr fortsetzen. Der Markt droht zu überhitzen, selbst eine Immobilien-Blase ist denkbar. Mieter müssen sich auf weiter steigende Mieten einstellen. 

Steigende Einkommen und eine extrem günstige Finanzierung lassen die Nachfrage für Wohnimmobilien nicht abreißen. Vor allem die Ballungszentren ziehen immer mehr Menschen an, das treibt die Preise für die eigenen vier Wände in die Höhe. 

Nullzinspolitik der EZB treibt Investoren in Aktien und Immobilien

"In den deutschen Städten steigen die Immobilienpreise rasant. In ein paar Jahren drohen an den Finanz - und Immobilienmärkten wieder Blasen, deren Platzen große wirtschaftliche Schäden verursachen", warnt Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Ein wichtiger Grund für diese Entwicklung sei die Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank. Denn einerseits kann Wohneigentum derzeit extrem günstig finanziert werden, andererseits werden Investoren mangels attraktiver Alternativen in Aktien oder eben in Immobilien getrieben.

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Die Bundesbank stuft das Risiko einer Preiskorrektur bei gleichzeitig starken Ausfällen von Krediten gegenwärtig zwar als gering ein - trotz des "vergleichsweise kräftigen Preisanstiegs". Bisher gebe es bei Wohnimmobilien keine Blasen - auch, weil die Preissteigerung nicht auf Pump finanziert werde und Immobilienkredite weiterhin auf moderatem Niveau wüchsen.

Doch Vizepräsidentin Claudia Buch warnt: "Je länger niedrige Zinsen andauern, umso mehr bestehen für die Marktteilnehmer Anreize, erhöhte Risiken einzugehen."

Droht ein massiver Preissprung?

Auch Experte Jochen Möbert von der Deutschen Bank rechnet angesichts der hohen Nachfrage vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten mit weiter anziehenden Hauspreisen, sollte das Angebot nicht ausgeweitet werden. Die Verteuerung könne sich sogar massiv beschleunigen, warnt Möbius: "Denn Investoren sind händeringend auf der Suche nach sicheren und doch einigermaßen renditeträchtigen Anlagen."

Die Ratingagentur Standard & Poor's erwartet ebenfalls, dass die Immobilienpreise in Deutschland in den kommenden Jahren weiter anziehen, hält eine Blase aber für unwahrscheinlich. Zwar hätten sich Immobilien schon in den vergangenen sechs Jahren deutschlandweit durchschnittlich um 20 Prozent verteuert - in den sieben größten Städten Deutschlands sogar um 46 Prozent. Allerdings sei das Niveau zuvor sehr niedrig gewesen. Im internationalen Vergleich seien selbst die deutschen Städte noch immer nicht teuer.

Hypothekenzinsen bleiben vorerst günstig

Wer bereits in seinen eigenen vier Wänden leben, kann sich freuen: Die Immobilie gewinnt tendenziell an Wert. Aber auch Menschen, die sich den Traum vom Eigenheim erst noch verwirklichen wollen, haben Grund zur Freude. Denn selten war es so günstig wie derzeit, den Haus- oder Wohnungskauf zu finanzieren. "Die Zinsen für Wohnungsbaukredite an private Haushalte sind auf einem historisch niedrigen Niveau", analysiert Franz Eilers vom Verband deutscher Pfandbriefbanken.

Aktuell sind Hypotheken mit zehn Jahren Laufzeit nach Angaben der FMH Finanzberatung mit einem durchschnittlichen Zins von 1,56 Prozent zu haben - vor einem Jahr lag das Niveau noch bei 1,71 Prozent, vor drei Jahren bei 2,54 Prozent und vor fünf Jahren bei 3,72 Prozent.

Mieten steigen auch 2016

Auch Mieter werden im kommenden Jahr wohl erneut stärker zur Kasse gebeten. "Es spricht alles dafür, dass die Mieten 2016 steigen werden", sagte der Direktor des Deutschen Mieterbunds, Lukas Siebenkotten. Die Nachfrage nach Mietwohnungen wachse vor allem in Großstädten und Ballungsgebieten, sagte er.

Das Angebot dagegen nehme nicht in gleichem Maße zu. "Steigende Nachfrage und ein nicht ausreichend wachsendes Angebot führen in der Regel zu steigenden Mieten."

Daran könne auch die im Juni eingeführte Mietpreisbremse nichts ändern. Sie soll sprunghafte Mieterhöhungen vor allem in Großstädten verhindern, hat aus Sicht des Mieterbunds bislang aber nicht zu sinkenden Mieten geführt. "Vermieter halten sich von alleine offensichtlich nicht an die Mietpreisbremse", kritisierte Siebenkotten. Zu Jahresbeginn gilt die Regelung in rund 300 Städten in zehn Bundesländern.

Heizkosten stagnieren höchstens

Gute Nachrichten dagegen hat der Mieterbund in Sachen Nebenkosten: Bei der Abrechnung für das zu Ende gehende Jahr seien keine höheren Heizkosten zu erwarten. Zwar sei es vor allem zu Jahresbeginn etwas kälter gewesen. Zugleich hätten aber auch die Energiepreise 2015 nachgegeben, erklärte Siebenkotten.

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