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Düsseldorf: Beweisaufnahme im Mietstreit um Raucher Adolfs


Mietstreit um Raucher Adolfs  

Nachbar: "Der Geruch ist ekelhaft, widerlich"

11.01.2016, 13:35 Uhr | dpa

Düsseldorf: Beweisaufnahme im Mietstreit um Raucher Adolfs. Raucht unbeirrt: Friedhelm Adolfs am 11. Januar 2016 vor dem Landgericht in Düsseldorf. (Quelle: dpa)

Raucht unbeirrt: Friedhelm Adolfs. (Quelle: dpa)

Es soll der Tag der großen Beweisaufnahme im Mietstreit um Raucher Friedhelm Adolfs werden: Mehrere Nachbarn haben vor dem Düsseldorfer Landgericht bereits von starkem Rauchgestank in dem Mehrparteienhaus berichtet.

"Das ist ekelhaft, widerlich", sagte zum Beispiel ein Immobilienmakler aus, der im Haus sein Büro hat und für die Vermieterin tätig ist. Mehrere Mietinteressenten für das Haus hätten den Geruch moniert. Ein Freund des starken Rauchers berichtete dagegen, Besucher anderer Mieter hätten im Hausflur geraucht. Adolfs habe immer gelüftet.

Insgesamt will das Landgericht zwölf Zeugen hören, um dann an einem späteren Termin zu entscheiden, ob Adolfs mit seinem Rauchen die Nachbarn mit Zigarettenqualm unzumutbar belästigt hat - das heißt vor allem: deren Gesundheit gefährdet hat.

Dem 77-Jährigen droht nach mehr als 40 Jahren der Rauswurf aus seiner Wohnung. Der Fall beschäftigt die Justiz bereits seit 2013. Der Bundesgerichtshof hatte den Fall an das Landgericht in Düsseldorf zurückverwiesen, weil sich die Vorinstanzen um eine umfangreiche Beweisaufnahme gedrückt hätten.

Knackpunkt: Ist die Gesundheit gefährdet?

Die Vermieterin muss allerdings nachweisen, dass die Belästigung durch den Qualm so stark war, dass die Gesundheit der übrigen Menschen im Haus gefährdet wurde. Dies könnte zum entscheidenden Problem werden. Denn grundsätzlich dürfe Adolfs in seiner Wohnung rauchen - das hatte Richter Rolf Maurer bereits klargestellt.

Das Gericht hat das Erscheinen des Mieters angeordnet. Die Vermieterin darf der Verhandlung dagegen weiter aus gesundheitlichen Gründen fernbleiben.

Nun sollen die übrigen Mieter im Haus zur Belästigung durch den Rauch Stellung nehmen. Witwer Adolfs hat seinerseits Zeugen aufgeboten, die ihn in der fraglichen Zeit in seiner Wohnung besucht hatten.

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