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In Deutschland stehen zwei Millionen Wohnungen leer


Meist auf dem Land  

Deutschland hat zwei Millionen Wohnungen zu viel

16.02.2016, 17:53 Uhr | dpa, t-online.de, rtr

In Deutschland stehen zwei Millionen Wohnungen leer. Leerstehender Wohnblock in Groß Markow im Landkreis Rostock: 600.000 leerstehende Wohnungen wären sofort verfügbar. (Quelle: imago/Bildfunk MV)

Leerstehender Wohnblock in Groß Markow im Landkreis Rostock: 600.000 leerstehende Wohnungen wären sofort verfügbar. (Quelle: imago/Bildfunk MV)

In Deutschland werden jährlich 250.000 Wohnungen neu gebaut - dabei stehen schon zwei Millionen leer. Den meisten Leerstand gibt es auf dem Land, aber nicht nur. In vielen Regionen, etwa in Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern gebe es beides: leere Wohnungen und offene Arbeitsstellen.

600.000 der leerstehenden Wohnungen seien sofort verfügbar, sagte der Direktor des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Harald Herrmann, auf der Bau-Fachmesse Bautec in Berlin. Er forderte, anerkannte Flüchtlinge auf Wohnorte zu verpflichten, um diese Wohnungen zu füllen und den Druck von den Ballungsräumen zu nehmen.

Der Staatssekretär im Bundesbauministerium, Gunther Adler, warnte vor einer Konkurrenz von Flüchtlingen und anderen Wohnungssuchenden. "Das wäre Sprengstoff für den sozialen Frieden in unserem Land und das wäre ein Konjunkturprogramm für den Rechtsextremismus", sagte Adler auf der Bautec.

Für 2016 werden erneut höhere Preise erwartet

Aus Sicht des Wissenschaftlers Harald Simons vom Empirica-Institut habe sich durch die hohe Zuwanderung von Flüchtlingen "ein bisschen Hysterie breitgemacht", dass man vor einem "enormen Nachfrageschub" nach Wohnungen stehe. "Davon gehen wir nicht aus", sagte Simons. "Die Auswirkungen auf den Wohnungsmarkt werden deutlich kleiner sein, als die Hysterie derzeit suggeriert." Nicht alle der 1,1 Millionen Menschen, die 2015 als Flüchtlinge nach Deutschland kamen, blieben auch hier. Die Zahl der neuen Einwohner werde vielmehr bei der Hälfte oder noch darunter liegen.

Dennoch trägt die Flüchtlingszuwanderung nach Einschätzung der Wissenschaftler zu einem weiteren Anstieg von Kaufpreisen und Mieten bei. "Ohne Flüchtlinge hätten wir 2015 das Ende des Mietpreisanstieges gesehen", sagte Simons. Damit bezog er sich auf den bundesdeutschen Durchschnitt. Für das laufende Jahr rechnen die Wissenschaftler erneut mit höheren Preisen. "Die Angebotserweiterung durch den Wohnungsneubau kann mit der gestiegenen Nachfrage momentan nicht Schritt halten", sagte Simons. "Das wird auch in den nächsten Jahren zu Miet- und Kaufpreissteigerungen in den Ballungsräumen führen."

Leere Bürofläche könnte Wohnraum werden

Die Gefahr einer generellen Preisblase sieht das Gutachten im Auftrag des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA) dennoch nicht. Stattdessen ist darin nur von Übertreibungen in einzelnen Regionen die Rede: "Eine für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung gefährliche Blase kann sich erst dann entwickeln, wenn unverhältnismäßig viele Wohnungen gebaut werden." Die Angebotspreise für Eigentumswohnungen hätten in Westdeutschland 2015 im Jahresvergleich um 7,2 Prozent zugelegt. In Ostdeutschland (ohne Berlin) seien es 6,2 Prozent gewesen.

Auch bei Büros wird trotz Leerstands viel neu gebaut. Diese ungenutzten Büroflächen könnten in Wohnraum umgewandelt werden, was vor allem den angespannten Wohnungsmarkt in Großstädten entlasten würde. Ein Beispiel dafür gibt es im Frankfurter Stadtteil Niederrad. In der sogenannten Bürostadt wohnen inzwischen Menschen in ehemals geschäftlich genutzten Hochhäusern mit großzügiger Verglasung und oft in Laufweite zu ihrem Arbeitsplatz. Der Leerstand an Büros hatte dort zeitweise 25 Prozent betragen.

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