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Jetzt die Provinz: Wo die Wohnungspreise am stärksten steigen


Deutsche Kleinstädte im Visier der Käufer  

Wo die Wohnungspreise am stärksten steigen

21.08.2016, 18:46 Uhr | AFP , t-online.de

Jetzt die Provinz: Wo die Wohnungspreise am stärksten steigen. Sanierte Plattenbauten in Brandenburg. (Quelle: imago images)

Sanierte Plattenbauten in Brandenburg. (Quelle: imago images)

Die Immobilienpreise gehen auch in der Provinz nach oben. Lagen zuletzt große Metropolen und deren Umland im Fokus der Käufer, steigt nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" (WamS) die Nachfrage nun auch in kleineren Städten.

Den größten Anstieg ermittelte eine Datenauswertung des Beratungsunternehmens Empirica für Frankfurt an der Oder. Die Durchschnittspreise für Wohnimmobilien legten in der brandenburgischen Stadt innerhalb eines Jahres um 37 Prozent zu.

Auf dem zweiten Platz liegt die 14.000-Einwohner-Stadt Eichstätt in der Nähe von Ingolstadt mit einem Preisanstieg von 25 Prozent, gefolgt vom Landkreis Oberspreewald-Lausitz mit der Kleinstadt Lübbenau mit 23 Prozent. Platz vier belegt das oberbayerische Erding nordöstlich von München mit 21 Prozent. Einen ebensolchen Preisanstieg bei Wohnimmobilien verbuchte Cottbus im Osten Brandenburgs. Allerdings sind den Daten zufolge die Preise in vielen dieser Orte generell noch niedrig.

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Moderate Entwicklung in den Großstädten

Die Studie hatte laut "WamS" die Durchschnittspreise für Eigentumswohnungen sowie Ein- und Zweifamilienhäuser aller Landkreise im ersten Halbjahr 2016 mit jenen im gleichen Zeitraum des Vorjahres verglichen. Anders als in früheren Jahren liegen in der Rangliste nun nicht mehr die Metropolen an der Spitze. So verzeichnete Empirica etwa in Köln einen Preisanstieg von acht Prozent, in Düsseldorf sind es sogar nur noch zwei Prozent.

Nur in München und Berlin gab es binnen Jahresfrist noch deutliche Sprünge von jeweils 15 Prozent. Allerdings gehe dort die Dynamik in der Preisentwicklung zurück, heißt es in dem Bericht.

Was den Preisanstieg in kleinen Städten begünstigt

Reiner Braun, Vorstandsmitglied bei Empirica, erklärte die Entwicklung teils mit der besonderen Lage einiger kleinerer Städte, teils mit rein statistischen Effekten. Manche Orte lägen "noch im Einflussbereich eines Ballungszentrums und geraten allein deshalb in den Fokus", sagte er der Zeitung. In anderen Fällen, wenn der Preisdurchschnitt zuletzt sehr niedrig gewesen sei, genügten wenige einzelne Käufe, um die Preise anzuheben.

So liegt der Preisdurchschnitt in Frankfurt/Oder bei nur 1845 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche, in Lübbenau und Umgebung sogar nur bei 1238 Euro, in Cottbus bei knapp 1500 Euro.

In München dagegen müssen im Durchschnitt über 5900 Euro für einen Quadratmeter bezahlt werden. Auch in den meisten bayerischen Landkreisen ist das generelle Preisniveau mit beispielsweise 3300 Euro pro Quadratmeter in Erding oder knapp 3000 Euro in Eichstätt relativ hoch. Besonders günstig ist Wohnraum dagegen im Landkreis Elbe-Elster im südlichen Brandenburg mit 873 Euro pro Quadratmeter.

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