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Wohnungsmangel: Großbritannien plant 17 neue Städte


Chronische Wohnungsnot  

Großbritannien will 17 neue Städte bauen

02.01.2017, 19:24 Uhr | rtr

Wohnungsmangel: Großbritannien plant 17 neue Städte. Die Skyline von London, Großbritannien. (Quelle: imago/blickwinkel)

Die Skyline von London, Großbritannien. (Quelle: imago/blickwinkel)

Wohnungen sind Mangelware in Großbritannien. Mit dem Bau von 17 neuen Gartenstädten will die britische Regierung dieses Problem etwas abmildern. Die Siedlungen, die sich am Vorbild der Gartenstädte des späten 19. Jahrhunderts orientieren sollen, entstünden an verschiedenen Orten im Königreich, erklärte Wohnungsbauminister Gavin Barwell. 

Insgesamt sollten dabei 200.000 neue Häuser gebaut werden. Um die neuen Städte und Siedlungen zu ermöglichen, solle es leichter werden, Bauland auszuweisen. Zudem stellt der Staat Fördermittel bereit.

Schon in der Vergangenheit hatten Regierungen versprochen, die Wohnungsknappheit zu beheben, die insbesondere in London und anderen Großstädten die Immobilienpreise in die Höhe getrieben hat. Viele Immobilienfirmen beklagen aber, es gebe nicht genügend Baugrundstücke und Baugenehmigungen im Umland von Ortschaften seien häufig schwer zu bekommen.

Gartenstädte entstanden um 1900

Gartenstädte waren eine Antwort auf die Wohnungsknappheit und die schlechten Lebensverhältnisse in den Städten um 1900. Ihr Schöpfer war der britische Sozialist und Stadtplaner Ebenezer Howard. Es sollte sich dabei um eigenständige Städte handeln, mit Verwaltungs- und Kultureinrichtungen im Zentrum, umgeben von Wohn- und anschließend Industriegebieten.

Hellerau bei Dresden ist Deutschlands älteste Gartenstadt. Sie wurde nach den Entwürfen des Architekten Richard Riemerschmid gebaut. (Quelle: dpa)Hellerau bei Dresden ist Deutschlands älteste Gartenstadt. Sie wurde nach den Entwürfen des Architekten Richard Riemerschmid gebaut. (Quelle: dpa)

Zudem sollten große Gärten und landwirtschaftliche Flächen es des Bürgern ermöglichen, sich zumindest zum Teil selbst zu versorgen. Viele der ursprünglichen Gartenstädte waren als Genossenschaften organisiert. Als ein Vorbild aus dieser Zeit gilt die Siedlung Hellerau in Dresden.

Die englische Gartenstadtbewegung kaufte in der Grafschaft Hertfordshire großflächig Land auf und baute ab 1903 die erste "Garden City", die Gartenstadt Letchworth.

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