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Studie zur Mietpreisbremse: Mieter zahlen 1700 Euro zu viel


Studie zur Mietpreisbremse  

Hälfte der Verträge gesetzeswidrig

29.05.2017, 10:49 Uhr | hs, t-online.de

Studie zur Mietpreisbremse: Mieter zahlen 1700 Euro zu viel. Berlin ist der Studie zufolge besonders stark betroffen. Hier halten über die Hälfte der neuen Mietverträge das Gesetz nicht ein. (Quelle: imago images/Jürgen Heinrich)

Berlin ist der Studie zufolge besonders stark betroffen. Hier halten über die Hälfte der neuen Mietverträge das Gesetz nicht ein (Quelle: Jürgen Heinrich/imago images)

44 Prozent der neuen Mietverträge verstoßen gegen das Gesetz. Das geht aus einer neuen Studie über die Mietpreisbremse hervor. Demnach würden die Deutschen jedes Jahr etwa 310 Millionen Euro zu viel Miete zahlen.

Die Mietpreisbremse wurde am 1. Juni 2015 eingeführt. Mit dem Gesetz sollte ein starkes Ansteigen der Mieten verhindert werden. Im Auftrag der Grünen-Bundestagsfraktion hat Miettest e. V. jetzt die Wirksamkeit des Gesetzes untersucht. Die Autoren haben dafür aktuelle Wohnungsinserate für die Städte Berlin, Hamburg und Stuttgart beobachtet und anschließend die Werte für ganz Deutschland hochgerechnet.

Berlin ist besonders betroffen

Berlin ist den Autoren zufolge am stärksten betroffen. Hier verletzten 58 Prozent der Wohnungsinserate die Mietpreisbremse. In Hamburg seien es 36 Prozent und in Stuttgart 19 Prozent. Hochgerechnet auf die Bundesrepublik bedeute das, dass 44 Prozent der Mietverträge gegen das Gesetz verstoßen.

Jährlich 1,5 Milliarden Euro Mehrbelastung

Im Schnitt zahle jeder Mieter in der Hauptstadt etwa 1800 Euro zu viel, in Hamburg 1500 Euro und in Stuttgart 1200. Die Autoren schätzen, dass die Mehrbelastung für die Mieter jährlich um 1,5 Milliarden steige, wenn weiterhin Mietverträge abgeschlossen würden, die die Mietpreisbremse übersteigen. Für den einzelnen Mieter bedeute das durchschnittlich eine Mehrbelastung von 140 Euro im Monat oder 1700 Euro im Jahr.

Grünen fordern Auskunftspflicht für Vermieter

Die Grünen wollen bei der Mietpreisbremse nachbessern und fordern eine Auskunftspflicht des Vermieters über die bisherige Miete. Verstöße gegen das Gesetz könnten damit besser nachgewiesen werden. Außerdem will die Partei die Mietpreisbremse verschärfen und alle gesetzlichen Ausnahmen streichen.

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