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Es fehlen fast zwei Millionen bezahlbare Wohnungen


Neue Studie  

Es fehlen fast zwei Millionen bezahlbare Wohnungen

06.04.2018, 18:22 Uhr | sm, t-online.de

Es fehlen fast zwei Millionen bezahlbare Wohnungen. Panorama von Berlin: Trotz hoher Bauaktivität fehlen in Berlin im Städtevergleich die meisten erschwinglichen Wohnungen für Single-Haushalte und Familien mit geringem Einkommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Panorama von Berlin: Trotz hoher Bauaktivität fehlen in Berlin im Städtevergleich die meisten erschwinglichen Wohnungen für Single-Haushalte und Familien mit geringem Einkommen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Steigende Mieten und der Wohnungsmangel machen Millionen Menschen in Deutschland zu schaffen. Vor allem in den Großstädten fehlt es an erschwinglichem Wohnraum.

Die starke Wirtschaft und die Niedrigzinsen treiben die Immobiliennachfrage – und so auch die Mieten. Um die steigende Nachfrage zu decken, sind bis zu 400.00 Wohnungen pro Jahr nötig. Zuletzt wurden jedoch nur rund 280.000 Wohnungen im Jahr gebaut. Kein besseres Bild bei den Mieten: Im Jahr 2017 kletterten die Mieten im Bundesschnitt mit plus 4,3 Prozent noch stärker als im Vorjahr. Das zeigen Zahlen des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA). Bei bestehenden Wohnungen in einigen Großstädten stiegen die Mieten laut Bundesbank 2017 sogar mehr als neun Prozent.

Zwei Millionen Wohnungen fehlen

Laut einer Studie der DGB-nahen Hans-Böckler-Stiftung fehlen in den 77 deutschen Großstädten rund 1,9 Millionen bezahlbare Wohnungen. Vor allem Single-Haushalte mit einem geringen Einkommen sehen sich mit der Verknappung bezahlbaren Wohnraums konfrontiert. Für die rund 6,7 Millionen Menschen in Singlehaushalten fehlen 1,4 Millionen kleine Wohnungen, berichtet der "Spiegel" unter Berufung auf die Böckler-Studie. Kein besseres Bild bei Familien mit mittlerem Einkommen und mehr als fünf Personen: Sie können sich nur 18 Prozent des Wohnungsbestandes von 90 bis 105 Quadratmeter leisten.

Info:
Median-Einkommen: Das mittlere Einkommen ist das Einkommen, das sich genau in der Mitte der betrachteten und nach Größe sortierten Einkommen befindet. 
Die Nachfrage nach erschwinglichem Wohnraum kann vor allem in Großstädten mit geringem Lohnniveau oder mit einem hohen Mietniveau kaum befriedigt werden – wie in Bremerhaven auf der einen oder München auf der anderen Seite. Auf dem ersten Platz rangiert dem Bericht zufolge die Hauptstadt Berlin. Hier fehlen für Haushalte bis zu einem Median-Einkommen über 310.000 Wohnungen, gefolgt von der Hansestadt Hamburg mit 150.000 Wohnungen und Köln mit 86.000 Wohnungen.

Die große Koalition hat sich für diese Legislaturperiode auf den Bau von 60.000 Sozialwohnungen verständigt. Dafür werden zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ein Tropfen auf dem heißen Stein. 

Verwendete Quellen:
  • eigene Recherchen
  • Spiegel

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