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Keine Energieeinsparung: Bei Nachteil Modernisierungszuschlag nicht gerechtfertigt


Keine Energieeinsparung  

Bei Nachteil Modernisierungszuschlag nicht gerechtfertigt

07.11.2018, 12:41 Uhr | dpa

Keine Energieeinsparung: Bei Nachteil Modernisierungszuschlag nicht gerechtfertigt. Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat entschieden: Entstehen für den Mieter nach einer Modernisierung mehr Nachteile als Vorteile, ist der Modernisierungszuschlag nicht gerechtfertigt.

Das Amtsgericht Berlin-Charlottenburg hat entschieden: Entstehen für den Mieter nach einer Modernisierung mehr Nachteile als Vorteile, ist der Modernisierungszuschlag nicht gerechtfertigt. Foto: Rainer Jensen. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa/tmn) - Der Vermieter darf Kosten einer Modernisierung auf die Mieter umlegen. Jedoch nur, wenn die Maßnahmen abgeschlossen sind.

Hat ein Mieter nach einer Modernisierung zudem mehr Nachteile als Vorteile, muss er in der Regel keinen Modernisierungszuschlag zahlen. Das zeigt ein Urteil des Amtsgerichts Charlottenburg (Az.: 202 C 374/17), auf das die Zeitschrift "Das Grundeigentum" (Ausgabe 20/2018) hinweist. Der Vermieter kann die Nachteile für den Mieter auch nicht mit Denkmalschutz-Vorgaben rechtfertigen.

In dem verhandelten Fall tauschte eine Vermieterin im Bad und in der Küche einfachverglaste Holzfenster gegen isolierverglaste Fenster aus. Zudem dämmte sie in dem Altbau den Dachfußboden. Danach konnte die Mieterin eines der Fenster nur noch einen Spalt weit öffnen und nicht richtig lüften. Zudem wurde durch die neue Dämmung im Dachfußboden keine Energie eingespart. Die Bewohnerin klagte - sie hatte die Mieterhöhung nur unter Vorbehalt gezahlt und verlangte nun das Geld zurück. Die Vermieterin argumentierte, sie hätte sich bei der Modernisierung an die Denkmalschutz-Vorgaben gehalten.

Die Richter gaben der Klage statt. Die Mieterhöhung sei nicht gerechtfertigt. Denn die Nachteile überwiegen und es gibt kaum energetische Vorteile. Unerheblich sei dabei, dass die Vermieterin die neue Dachkonstruktion aus Gründen des Denkmalschutzes wählen musste. Eine Dämmung muss immer auf das gesamte Haus abgestimmt werden - bei der Planung darf der Dachbereich nicht isoliert betrachten werden. Auch der Einbau der neuen Fenster rechtfertigte keine Mieterhöhung, insbesondere weil die Maßnahmen noch nicht richtig abgeschlossen waren - die Fugen zwischen Außenwand und Fenster waren noch nicht richtig abgedichtet.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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