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Demografie: Studie zeigt Unterschiede zwischen deutschen Regionen


Starke regionale Unterschiede  

In welchen Regionen Deutschlands die Zukunft düster aussieht

Von Ana Grujić

05.04.2019, 15:12 Uhr
 (Quelle: Reuters)
Kohle-Länder bekommen Soforthilfen für Strukturwandel

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat sich mit den vier am stärksten vom Kohleausstieg betroffenen Bundesländern auf ein Sofort-Förderprogramm in Höhe von 260 Millionen Euro verständigt.

Bund fördert Wandel: Die vier am stärksten vom Kohle-Ausstieg betroffenen Bundesländer erhalten ein Sofort-Förderprogramm in Höhe von 260 Millionen Euro. (Quelle: Reuters)


Eine Studie zur demografischen Entwicklung Deutschlands zeigt große Unterschiede zwischen Landkreisen. Für welche Regionen die Zukunftsprognosen besonders mau sind. 

Ist die Zukunft im Süden besser als im Norden? Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung hat sich die Demografie der Bundesrepublik angesehen und darauf basierend Prognosen für alle 401 Kreise und kreisfreien Städte erstellt. Dabei werden große Unterschiede zwischen den Regionen Deutschlands sichtbar. 

Die Bevölkerung wächst – aber nicht überall

Es leben mehr Menschen in Deutschland: Dank Zuwanderung und einer leicht steigenden Kinderzahl leben 83 Millionen Menschen in Deutschland – mehr als je zuvor. Doch nicht in allen Regionen leben deshalb mehr Bewohner.

Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung: Die Studienautoren gehen von steigenden Bevölkerungszahlen vor allem in urbanen Regionen aus.  (Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung)Prognostizierte Bevölkerungsentwicklung: Die Studienautoren gehen von steigenden Bevölkerungszahlen vor allem in urbanen Regionen aus. (Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung)

Das Institut prognostiziert in den ostdeutschen Bundesländern einen Rückgang der Bevölkerung. Am stärksten betroffen sei davon Sachsen-Anhalt mit einem Minus von 16 Prozent. Doch auch die am schnellsten wachsende Stadt Deutschlands liegt im Osten: Laut dem Institut soll Leipzig bis 2035 ein Bevölkerungsplus von 16 Prozent erleben.

Grundsätzlich gehen die Studienautoren von einem Bevölkerungswachstum in urbanen Räumen aus. 

Wie das Institut die Zukunft der Regionen bewertet

Das Institut hat mit 21 Indikatoren die Zukunftsfähigkeit der 401 Landkreise und kreisfreien Städte, aber auch der Bundesländer bewertet. Die Indikatoren stammen aus den Bereichen Demografie, Wirtschaft, Bildung und Familienfreundlichkeit. Die Regionen wurden dann mit dem Schulnotensystem benotet.

Gesamtbewertung des Berlin-Instituts: Die Studienautoren sehen bei den Zukunftsaussichten der deutschen Regionen ein Gefälle zwischen dem Süden und dem Norden.  (Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung)Gesamtbewertung des Berlin-Instituts: Die Studienautoren sehen bei den Zukunftsaussichten der deutschen Regionen ein Gefälle zwischen dem Süden und dem Norden. (Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung)

Unter den 401 Kreisen und kreisfreien Städten wurde München mit der Note 2,32 am besten bewertet. Das liegt an der guten wirtschaftlichen Situation: In München und seinem Umland gibt es die meisten Dax-Unternehmen Deutschlands. Außerdem sind hier vergleichsweise viele Beschäftigte mit Hochschulabschluss zu finden. 

Am schlechtesten bewerteten die Studienautoren Gelsenkirchen mit der Note 4,71. Hier sind das verfügbare Haushaltseinkommen und auch die Lebenserwartung vergleichsweise niedrig, dafür die Jugendarbeitlosigkeit hoch. 

Von den zwanzig am besten bewerteten Städten sind zwölf in Bayern, sieben in Baden-Württemberg und eine in Sachsen. Unter den zwanzig am schlechtesten bewerteten Regionen liegen sechs in Nordrhein-Westfalen und fünf in den ostdeutschen Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt oder Brandenburg. Die restlichen sind in Niedersachsen, Saarland, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz.

Gefälle zwischen Norden und Süden

Insgesamt gibt es ein Gefälle zwischen den Zukunftsprognosen für südliche und nördliche Regionen. Das liegt zum einen an wirtschaftsstarken Regionen in Bayern und Baden-Württemberg. Zum anderen aber auch an Regionen gerade im Osten, die durch den Strukturwandel immer noch mit Problemen zu kämpfen haben. 



Die Studienautoren weisen aber auch auf Erfolge hin: So seien punktuelle Erfolge des Aufbaus Ost sichtbar. Die ostdeutsche Stadt Dresden befindet sich unter den Top 20 der Städte mit den besten Zukunftsprognosen.

Verwendete Quellen:
  • Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung
  • Eigene Recherche

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