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Hohe Wohnkosten: Immer mehr Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten

Steigende Mieten  

Hohe Wohnkosten: Immer mehr Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten

15.05.2019, 18:26 Uhr | dpa

Hohe Wohnkosten: Immer mehr Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten. Klingel der Schuldnerberatung: Mit den steigenden Mieten nimmt auch die Zahl der Verschuldeten zu. (Quelle: dpa/Angelika Warmuth)

Klingel der Schuldnerberatung: Mit den steigenden Mieten nimmt auch die Zahl der Verschuldeten zu. (Quelle: Angelika Warmuth/dpa)

Steigende Mieten bringen immer mehr Menschen in Bedrängnis. Mit Schulden und einem negativen Schufa-Eintrag wird es sehr schnell eng. Das betrifft längst nicht nur die Geringverdiener.

Der angespannte Wohnungsmarkt in vielen deutschen Städten könnte Schuldnerberatern zufolge immer mehr Haushalte in Zahlungsschwierigkeiten bringen. Selbst Haushalte mit mittleren Einkommen könnten wegen gestiegener Wohnkosten kaum noch Rücklagen bilden für unvorhergesehene Rechnungen oder Reparaturen, teilt die Bundesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung mit. "Die hohen Wohnkosten selbst sind ein Überschuldungsrisiko", sagt Geschäftsführerin Ines Moers. "Und Menschen, die ohnehin Schulden haben, sind ganz besonders benachteiligt."

Sozialwohnungen von der Kreditwürdigkeit abkoppeln

Bei ihrer Jahresfachtagung in Erfurt legten Vorstand und Länderrat der Bundesarbeitsgemeinschaft eine Reihe von Forderungen an Politik und Vermietungsgesellschaften vor. Unter anderem möchten sie, dass die Vergabe von mietpreisgebundenen, staatlich geförderten Sozialwohnungen nicht mehr von der Vorlage einer Auskunft zur Kreditwürdigkeit abhängig gemacht wird.

"Das größte Problem für überschuldete Personen auf dem Wohnungsmarkt ist, dass sie nichts mehr bekommen, sobald sie einen negativen Schufa-Eintrag haben", betont Moers.

Verfügbares Einkommen soll Grundlage für Wohngeld sein

Eine weitere Forderung der Schuldnerberater: Beantragen Menschen, deren Einkommen gepfändet wird, einen Wohnberechtigungsschein oder Wohngeld, soll nicht das Nettoeinkommen berücksichtigt werden, sondern das nach der Pfändung noch verfügbare Geld.

Nach Informationen der Bundesarbeitsgemeinschaft sind rund sechs bis sieben Millionen Menschen in Deutschland überschuldet – das heißt, die Zahlungspflichten sind auf Dauer höher als die Einkommen. Meistens seien es ungeplante Lebensereignisse, die zur Überschuldung führen, so Moers. Also etwa Krankheit, Arbeitsplatzverlust oder eine Scheidung.


Umfragen zeigen, dass viele Deutsche Sorge vor zu hohen Wohnkosten haben. Vor allem in Ballungsräumen wächst der Unmut der Bevölkerung über steigende Mieten. In Berlin etwa wurde ein Volksbegehren zur Enteignung großer Wohnungskonzerne gestartet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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