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EZB-Entscheidung: Immobilienkredite bleiben günstig


EZB-Entscheidung  

Immobilienkredite bleiben günstig

13.09.2019, 10:58 Uhr | sm, dpa

EZB-Entscheidung: Immobilienkredite bleiben günstig. Schlüsselanhänger: Goldene Zeiten für Bauherren: Immobilienkredite gibt es aktuell günstig wie nie. (Quelle: dpa/tmn/Andrea Warnecke)

Schlüsselanhänger: Goldene Zeiten für Bauherren: Immobilienkredite gibt es aktuell günstig wie nie. (Quelle: Andrea Warnecke/dpa/tmn)

Die EZB hat den Strafzins für Einlagen erhöht – eine schlechte Nachricht für Banken, eine gute Nachricht für Immobilienkäufer oder Immobilienbesitzer, die eine Anschlussfinanzierung planen.

Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag beschlossen, den Strafzins für Bankeinlagen von 0,4 Prozent auf 0,5 Prozent zu erhöhen. Experten rechnen nun damit, dass in der Folge die Zinsen weiter sinken, die Kleinsparer auf ihr angelegtes Geld erhalten. Wer einen Hauskauf plant oder bald eine Anschlussfinanzierung braucht, kann sich dagegen freuen.

Immobiliendarlehen sind bereits jetzt günstig wie nie: Ein Kredit über eine Laufzeit von zehn Jahren kostet nach Angaben der FMH-Finanzberatung derzeit im Schnitt 0,69 Prozent. Bei einer Laufzeit von 15 Jahren liegt der durchschnittliche Zinssatz bei 0,98 Prozent (Stand jeweils: 11. September 2019).

Vor drei Wochen waren es noch 0,71 Prozent bei einer Laufzeit von 10 Jahren und 1,04 bei 15 Jahren (Stand: 22. August 2019). Die genauen Zinssätze hängen allerdings unter anderem von der finanziellen Situation des Kreditnehmers ab.

Baufinanzierung wird günstiger

Der Strafzins, den die EZB erhebt, soll Banken dazu anregen, mehr Kredite zu vergeben. "Der Druck wird größer, die Banken wollen ihr Geld loswerden, weil die EZB ihnen zu teuer wird. Als eine Lösung bieten sich große Baufinanzierungsvolumen an, die selbst bei niedrigen Zinsen so gut wie ohne Risiko vergeben werden können", erklärt FMH-Experte Max Herbst die Situation der Banken und Sparkassen. Er rechnet deshalb damit, dass diese Institute ihre Zinssätze weiter senken.

Kosten den Negativzinses: Nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) kostet der Negativzins Banken in Deutschland bislang rund 2,3 Milliarden Euro im Jahr. Für die Institute im Euroraum sind es demnach insgesamt 7,5 Milliarden Euro. Durch die Verschärfung des Strafzinses könnte die Belastung für die deutschen Institute auf 2,9 Milliarden Euro und im Euroraum auf 9,5 Milliarden Euro steigen.

Mit Minuszinsen im Hypothekenbereich rechnet Herbst aber nicht. Er rät Kreditnehmern, die bald eine Anschlussfinanzierung brauchen, sich über die aktuellen Konditionen zu informieren. "Aber ich sehe keine Notwendigkeit, jetzt schon zu unterschreiben", so Herbst.

Beim Hauskauf spielt nicht nur der Zins eine Rolle

Ähnliches empfiehlt Annabel Oelmann von der Verbraucherzentrale Bremen: "Je weiter das Vertragsende entfernt ist, desto wichtiger ist es jetzt natürlich, die Zinsentwicklung im Blick zu behalten." Wer über einen Neuabschluss nachdenke, für den gelte: "Beim Neukauf nicht verlocken lassen. Der niedrige Zins allein rechtfertigt nicht den Kauf einer Immobilie."
 

 
Der Nutzen der Niedrigzinsen ist sowieso relativ, gibt Oelmann zu bedenken: "Im Moment sind die Preise in vielen Regionen explodiert. Das hebt natürlich den Zinsverlust auf."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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