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Studie "Challenges of Europe": Deutsche fürchten sich besonders vor Jobverlust

Europa-Vergleich  

Deutsche fürchten sich besonders vor Jobverlust

05.07.2007, 19:33 Uhr | dpa-AFX/ AFP/ onWirtschaft, 29.06.2007, t-online.de

Die Lage am Arbeitsmarkt bleibt die größte Sorge der Europäer. Die Arbeitslosigkeit treibt vor allem die Deutschen um. Wie in keinem anderen europäischen Land fürchten sich die Bürger hierzulande vor dem Jobverlust. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie "Challenges of Europe" der Gesellschaft für Konsumforschung. Neben der Arbeitslosigkeit bewegt die Europäer vor allem die Kaufkraftentwicklung und die Situation bei der Wohnung und den Mieten. 

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Sorge um Arbeitslosigkeit in Europa weiterhin Topthema aber rückläufig
Für die Studie wurden 12.000 Bürger aus zehn Ländern befragt. Die Bürger antworteten in der Umfrage auf die Frage, welches die dringendsten Aufgaben seien, die in ihrem jeweiligen Land zu lösen sind. Seit dem Jahr 2001 bleibt die Arbeitslosigkeit das Top-Thema für die europäischen Bürger. Der Anteil der Besorgten nimmt allerdings seit 2002 kontinuierlich ab. Für aktuell 30 Prozent aller Europäer ist der Mangel an Arbeitsplätzen ein vordringliches Problem.

Arbeitslosigkeit: Deutsche sorgen sich am meisten
Die Deutschen nehmen das Thema Arbeitslosigkeit besonders ernst. Hierzulande betrachten gut zwei Drittel der Bevölkerung die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit als wichtigste Aufgabe. Das sind fast doppelt so viele, wie der Durchschnitt in Europa. Es folgen Frankreich mit 54 Prozent und Polen mit 40 Prozent. Ganz anders ist die Lage in England. Dort erachten nur zwei Prozent die Situation auf dem Arbeitsmarkt als problematisch.

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Sorge um die Kaufkraft in Polen verdoppelt
Die Entwicklung von Preisen und Kaufkraft bewegt auch im Jahr 2007 die Europäer – insgesamt 18 Prozent fürchten sich hier vor Einbußen. Das bedeutet weiterhin den zweiten Platz der europäischen Sorgenliste. Insbesondere den Polen bereitet die Kaufkraft Sorge. Rund 30 Prozent – und damit doppelt so viele wie im vergangenen Jahr – sind unzufrieden. Hier steht weniger die mit 1,3 Prozent niedrige Inflationsrate, sondern eine gerechtere Einkommensverteilung und die Sicherung des Lebensstandards im Vordergrund. In Frankreich und Deutschland wird der Kaufkraft ebenfalls ein hoher Stellenwert beigemessen. Hier ist fast jeder Fünfte unzufrieden. Schlusslicht ist Großbritannien, wo dieses Thema bei den Bürgern kaum präsent ist.

Wohnungsproblem bewegt Spanier
Der Bereich Wohnung und Mieten hat sich im Jahr 2007, nach dem vierten Platz im Vorjahr, auf den dritten Rang vorgeschoben. Der Anteil der besorgten Europäer ist um zwei Prozentpunkte auf 14 Prozent gestiegen. Damit erreicht dieses Thema seinen bislang höchsten Stand. In Spanien ist der Wert auf 30 Prozent gesprungen und hat sich damit fast verdoppelt. Zurückzuführen ist das auf stark gestiegene Wohnungspreise und eine drastische Erhöhung der Zinssätze für Darlehen in den vergangenen Jahren. In Deutschland, Italien und Österreich stellt das Wohnungsproblem allenfalls ein Randthema dar.

Briten sorgen sich um Verbrechensbekämpfung
Die Forderung nach verstärkter Bekämpfung der Kriminalität rückt dieses Jahr vom fünften Platz auf den vierten Rang vor. Mit einem Anstieg um drei Prozentpunkte auf 14 Prozent wird somit der positive Trend – seit 2003 nahm die Besorgnis über die Kriminalität stetig ab – dieses Jahr gebrochen. Vor allem die Briten mit 33 Prozent der Befragten machen sich Sorgen. Das sind 8 Prozentpunkte mehr als im Jahr 2006. In Deutschland liegt die Angst vor Verbrechen mit zehn Prozent gerade noch im zweistelligen Bereich. Weit weniger Beachtung findet dieses Thema in Spanien, Österreich, Polen und Russland.

Rentenproblematik gewinnt an Brisanz
Ebenso an Brisanz gewonnen hat die Rentenproblematik. Mit einem Anstieg um drei Prozentpunkte auf 13 Prozent schiebt sich die Sorge um die Alterssicherung auf den fünften Platz in der europäischen Rangliste. Besonders beunruhigt zeigen sich die Bürger in Russland (21 Prozent) und Deutschland (18 Prozent). In Belgien, Spanien, Großbritannien und in den Niederlanden sind die Bürger dagegen vergleichsweise unbesorgt.

Sorge um die Umwelt nimmt zu
Mit dem Umweltschutz dringt dieses Jahr ein Sorgenkind in die Top Ten vor, das dort zuletzt 2001 vertreten war. Mit sieben Prozent, das sind drei Prozentpunkte mehr als 2006, belegt der Umweltschutz den neunten Platz der europäischen Sorgenliste. Als Auslöser betrachtet die GfK dafür die die Veröffentlichung des Weltklimaberichts. Besonders für die Deutschen und Österreicher ist der Umweltschutz ein Herzensanliegen. In Russland, Spanien und Polen hingegen tritt das Thema in den Hintergrund.

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