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Schrempp lässt sich Millionen entgehen

Finanzmanagement  

Schrempp lässt sich Millionen entgehen

07.08.2008, 10:40 Uhr | bv, t-online.de

Schlechtes Händchen für Finanzen? Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp (Foto: dpa)Schlechtes Händchen für Finanzen? Ex-Daimler-Chef Jürgen Schrempp (Foto: dpa) Der ehemalige DaimlerChrysler-Chef Jürgen Schrempp hatte anscheinend nicht nur zu seiner aktiven Zeit als Manager wenig Glück. Auch bei seinen privaten Finanzen läuft es offenbar nicht optimal. Das "Handelsblatt" schreibt, Schrempp habe mit dem Einlösen von Aktienoptionen zu lange gewartet. Dadurch sei ihm ein Buchverlust in zweistelliger Millionenhöhe entstanden. Viele der Optionen verfallen sogar ganz.

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Millionenwerte nicht eingelöst

Laut "Handelsblatt" waren Schrempps Optionen in der zweiten Jahreshälfte 2007 zwischen 50 und 75 Millionen Euro wert. Doch er habe sie nicht eingelöst - seitdem brach der Aktienkurs ein. In den letzten zwölf Monaten seien Schrempp dadurch Buchverluste in Höhe von 42 Millionen Euro entstanden, rechnet das Blatt vor, schränkt aber ein, dass dies auf der augenscheinlichen Tatsache beruhe, dass zumindest keinerlei Verkäufe bei den zuständigen Stellen gemeldet worden seien.

Viele Optionen inzwischen wertlos

Die Optionen waren demnach an bestimmte Kurse der Daimler-Aktie geknüpft. So wurden Optionen von 2001 im Sommer 2007 fällig. Nachdem die Aktie im Oktober auch noch die Marke von 74,76 Euro übersprungen habe, seien auch Optionen aus dem Jahr 2000 fällig geworden, schreibt das "Handelsblatt". Da der Aktienkurs sich halbiert habe, seien Optionen aus mehreren Jahren, die 25 Millionen hätten bringen können, aktuell wertlos.

Belohnung für sinkenden Aktienkurs?

Schrempp könne bei Einlösung aller seiner Aktienoptionen gerade noch acht Millionen Euro erlösen - verglichen mit den möglichen 50 Millionen im vergangenen Sommer ein Verlust von 84 Prozent, rechnet die Zeitung vor. Das Aktienoptionsprogramm von Daimler-Chrysler wurde in der Vergangenheit kritisiert, weil die Ausübungskurse ständig herabgesetzt wurden. Demnach wären die Manager eigentlich für schlechte Leistungen belohnt worden, die sich in einem sinkenden Aktienkurs geäußert hätten. Laut "Handelsblatt" wurde das Programm inzwischen geändert.

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