Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Auf dem Land 30 Prozent Geld weniger für Frauen

Arbeitsmarkt  

Auf dem Land 30 Prozent Geld weniger für Frauen

27.08.2008, 15:35 Uhr | bv, dpa, t-online.de

Mann und Frau - bis zu 33 Prozent Gehaltsunterschied (Foto: imago)Mann und Frau - bis zu 33 Prozent Gehaltsunterschied (Foto: imago) Frauen verdienen in Deutschland immer noch deutlich weniger als Männer. Besonders groß ist der Lohnabstand dabei in ländlichen Gebieten. Das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) herausgefunden. In der Großstadt verdienen Frauen rund zwölf Prozent weniger, auf dem Land ist die Differenz mit 33 Prozent fast drei Mal so groß.

Stellenangebote - Schnell und gezielt suchen
Ost und West - Gehälter ausgewählter Berufe
Unterste Vergütungen -
Überblick - Das verdienen die Deutschen

Einkommen von Frauen abhängig von Arbeitslosigkeit

Laut DIW ist das günstigere Verhältnis in Großstädten vor allem darauf zurückzuführen, dass dort hochqualifizierte Frauen bessere Jobchancen haben. Außerdem spiele eine Rolle, dass es in Städten mehr Dienstleistungsunternehmen gebe. Die Frauen sind nach Erkenntnissen der Studie außerdem stärker vom regionalen Arbeitsumfeld abhängig: wenn beispielsweise die Arbeitslosigkeit in einem Kreis besonders hoch ist, liegt das Einkommensniveau der Frauen dort umso niedriger. Diesen Einflussfaktor gibt es bei Männern nicht.

Männer verdienen in der Stadt mehr, Frauen nicht

Während Männer allerdings in Großstädten im Durchschnitt 8,6 Prozent mehr verdienen als ihre Geschlechtsgenossen auf dem Land, war dies bei Frauen nicht festzustellen. Insgesamt verdienen Frauen wie Männer in Westdeutschland deutlich mehr als im Osten. Dabei sind die Ost-West-Unterschiede bei den Männern besonders deutlich ausgeprägt, so das DIW.

Grüne fordern Abbau von Diskriminierung

Für die aktuelle Studie wurden Brutto-Stundenverdienste von Angestellten zwischen 18 und 64 Jahren ausgewertet, die von 2006 stammen. Die Grünen forderten als Konsequenz aus dem Ergebnis die Bundesregierung und die Tarifparteien zum Handeln auf. "Alle wissen: Deutschland nimmt bei der Höhe der Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen europaweit eine traurige Spitzenposition ein", sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin der Bundestagsfraktion, Irmingard Schewe-Gerigk. Erforderlich seien etwa der Abbau von Diskriminierungen im öffentlichen Tarifsystem und Mindestlöhne.

Mehr Themen:
Gehälter - Im Osten gibt's deutlich weniger aufs Konto
Arbeitslosigkeit - Viele Betroffene mit der Beratung unzufrieden
Tarife - Löhne steigen so stark wie seit zwölf Jahren nicht mehr
Große Online-Umfrage zum Thema Gehalt -
So viel sollten Sie verdienen -

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Diese Banken finanzieren Ihr Eigenheim
Jetzt hier den Zins-Check machen:

AnzeigeZINS-CHECK

Anzeige
Letzte Chance auf Schnäppchen im Sale!
bei MADELEINE
Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal