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Branche drohen Massenentlassungen

Zeitarbeit  

Branche drohen Massenentlassungen

25.11.2008, 17:50 Uhr | lgs, t-online.de, dpa-AFX

Eine von vielen Zeitarbeitsfirmen (Foto: dpa)Eine von vielen Zeitarbeitsfirmen (Foto: dpa) In der Zeitarbeitsbranche drohen in den kommenden Monaten Massenentlassungen. Bis zu 250.000 der insgesamt rund 750.000 Leiharbeiter werden womöglich bis zum Tiefpunkt der Finanzkrise betriebsbedingt gekündigt werden, sagte der Arbeitsmarktexperte der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, Hartmut Seifert, der "Berliner Zeitung". Vielfach würden Aufträge von Entleihbetrieben aufgrund der einsetzenden Wirtschaftsflaute nicht verlängert oder sogar storniert.

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Betriebe könnten auf Kurzarbeit umstellen

Die Entlassungswelle könnte weniger drastisch ausfallen, falls die von starken Auftragsrückgängen betroffenen Personaldienstleister auf Kurzarbeit umstellten. Dies sei möglich, nachdem sich die Bundesagentur für Arbeit (BA) dazu bereit erklärt habe, auch für Zeitarbeiter Kurzarbeitergeld zu zahlen. Kurzarbeitergeld wird an den Arbeitnehmer gezahlt, wenn dessen Entgelt durch vorübergehende Kurzarbeit während des Zeitraumes von einem Kalendermonat um mehr als zehn Prozent gekürzt ist und zudem mindestens ein Drittel des Arbeitnehmer des Betriebes betroffen sind. Es wird für die Dauer der Kurzarbeit - jedoch nicht länger als sechs Monate - gezahlt. Aus Sicht des Arbeitsmarktexperten Seifert könne sich die Zahlung von Kurzarbeitergeld positiv für die Mitarbeiter auswirken. "Es ist generell der richtige Ansatz", sagte er.



Einzelfälle müssen genau geprüft werden

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) begrüßte die Einbeziehung der Zeitarbeitsbranche in das Kurzarbeitergeld. "Für Leiharbeitnehmer ist dies ein Schutz vor Arbeitslosigkeit", sagte eine Sprecherin. Der DGB forderte die BA jedoch auf, im Einzelfall genau zu überprüfen, ob die notwendigen Voraussetzungen wie auf längere Zeit fehlende Einsatzmöglichkeiten und eine drohende betriebliche Kündigung gegeben seien, um Trittbrettfahrer-Effekte auszuschließen.

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