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Adolf Merckle und sein undurchsichtiges Firmenimperium

Hintergrund  

Das undurchsichtige Merckle-Imperium

07.01.2009, 08:09 Uhr | bv, dpa-AFX, t-online.de

Das Firmenimperium des gestorbenen schwäbischen Milliardärs Adolf Merckle ist weit verzweigt und undurchsichtig. Die Merckle-Gruppe mit etwa 100.000 Mitarbeitern macht jährlich insgesamt rund 33 Milliarden Euro Umsatz. Die drei wichtigsten Unternehmen sind der Ulmer Generika-Hersteller ratiopharm, Deutschlands größter Baustoffhersteller HeidelbergCement und der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix.

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HeidelbergCement, Phoenix

Für HeidelbergCement arbeiteten zuletzt rund 68.000 Beschäftigte. Das Unternehmen erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von knapp 10,9 Milliarden Euro. Ratiopharm beschäftigte Ende 2007 weltweit knapp 5.500 Mitarbeiter. Der Umsatz lag bei 1,8 Milliarden Euro. Die europaweit fast 22.000 Mitarbeiter von Phoenix erwirtschafteten einen Umsatz von 20,73 Milliarden Euro.

Blauwald, Zollern

Daneben besaß Merckle noch die Blauwald GmbH in Aalen (Ostalbkreis). Sie zählte zu den größten privaten Forstbetrieben in Deutschland. Merckle war auch Gesellschafter der Zollern GmbH - ein metallverarbeitendes Unternehmen in Sigmaringendorf (Kreis Sigmaringen).

Das gigantische Imperium des Adolf Merckle (Grafik: dpa)Das gigantische Imperium des Adolf Merckle (Grafik: dpa)

VEM, Leinenindustrie, Kötitzer, Spohn

Bei der VEM Vermögensverwaltung mit Sitz in Dresden ist der Sohn Ludwig Merckle Geschäftsführer. VEM ist wiederum der Mutterkonzern der Württembergischen Leinenindustrie AG in Blaubeuren (Alb-Donau-Kreis). Auch an den Kötitzer Ledertuch- und Wachstuch-Werken aus Norderfriedrichskoog ist die Vermögensverwaltung beteiligt. Kötitzer wiederum besitzt rund 50 Prozent an Spohn Cement.

Pommersche Provinzial, Kässbohrer Geländefahrzeuge

Ebenfalls zur Merckle-Gruppe gehören die Pommersche Provinzial AG in Itzehoe und Kässbohrer Geländefahrzeuge in Laupheim (Kreis Biberach). Außerdem soll Merckle an Bastfaserkontor in Berlin und an den Hanfwerken in Achern (Ortenaukreis) beteiligt sein.

Barockgut Hohen Luckow

Der Milliardär soll auch Besitzer des Barockguts Hohen Luckow bei Rostock gewesen sein. Dort speisten die Staats- und Regierungschefs während des G8-Gipfels in Heiligendamm im vergangenen Jahr.

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