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Merckle-Imperium offenbar gerettet

Adolf Merckle  

Merckle-Imperium offenbar gerettet

07.01.2009, 15:02 Uhr | bv, AFP, dpa, t-online.de

Ratiopharm-Produktion - Merckles Unternehmen offenbar kurz vor der Rettung (Foto: ddp)Ratiopharm-Produktion - Merckles Unternehmen offenbar kurz vor der Rettung (Foto: ddp) Ungeachtet des Selbstmords von Adolf Merckle steht die Rettung seines Firmenimperiums offenbar kurz vor dem Abschluss. Merckle habe vor seinem Tod alle nötigen Unterschriften geleistet, sagte ein Sprecher der zur Merckle-Gruppe gehörenden VEM Vermögensverwaltung. Auch die notwendigen Sicherheiten seien erbracht worden. Die beteiligten Banken hätten dem Plan zugestimmt.

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Blaubeuren trauert um Ehrenbürger

Merckle hatte sich am Montag das Leben genommen, was aber erst fast 24 Stunden später bekannt wurde. Offenbar hatte der Unternehmer den Verlust der Kontrolle über seine Firmengruppe nicht verkraften können. Merckles Heimatstadt Blaubeuren trauert nun um ihren Ehrenbürger.

Banken stimmen Rettung zu

Nach Angaben des VEM-Sprechers hat ein Großteil der 30 Gläubigerbanken inzwischen dem Überbrückungskredit von mehr als 400 Millionen Euro zugestimmt. Dadurch sollen die Unternehmen des Merckle-Imperiums mit 100.000 Mitarbeitern kurzfristig vor der Insolvenz bewahrt werden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur liegt inzwischen die Zustimmung aller Banken vor. Die Einigung solle im Lauf des Nachmittags verkündet werden.

Sanierung geht auch nach Merckles Tod weiter

Wenn alle Unterschriften der Banken vorlägen, werde der eigentliche Sanierungsplan ausgearbeitet, sagte der VEM-Sprecher. Auf die Sanierung der Unternehmen habe der Tod des Firmenlenkers keine Auswirkungen. Die beiden VEM-Geschäftsführer Ludwig Merckle und Susanne Frieß seien handlungsbefugt und führten die Geschäfte weiter. Adolf Merckle sei in keinem Unternehmen alleiniger Geschäftsführer gewesen.

Testament wird nach Beisetzung veröffentlicht

Das Testament Merckles soll nach der Beisetzung veröffentlicht werden. Ein Termin steht noch nicht fest, weil noch nicht klar ist, wann die sterblichen Überreste von der Staatsanwaltschaft freigegeben werden. Merckle habe aber vor seinem Tod "alles geregelt", sagte der VEM-Sprecher. Die Geschäftsanteile sollen an seine Kinder übergehen.

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