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Fast-Food-Ketten: Starbucks macht Coffee-Shops dicht

Kaffee  

Starbucks macht Coffee-Shops dicht

29.01.2009, 07:20 Uhr | cs, dpa-AFX, t-online.de

Die Zeit der ungebremsten Expansion bei Starbucks ist Geschichte (Foto: dpa)Die Zeit der ungebremsten Expansion bei Starbucks ist Geschichte (Foto: dpa) Die weltgrößte Kaffeehauskette Starbucks gerät immer tiefer in die Krise und streicht nochmals rund 7000 Stellen. Zudem werden weitere 300 schlecht laufende Läden dicht gemacht, 100 davon außerhalb der USA. Schuld sind ein heftiger Gewinneinbruch und die zunehmende Konkurrenz durch Kaffee-Angebote von McDonald's und anderen Ketten. Die Zeit der rasanten Expansion gehört damit der Vergangenheit an.

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Starbucks muss schlanker werden

Starbucks will mit dem Schritt rund 500 Millionen Dollar einsparen. Es gehe nicht mehr nur darum, einen Sturm zu überstehen, sagte Konzernchef und Mitgründer Howard Schultz. "Starbucks muss schlanker werden." Die Zeit um Weihnachten und den Jahreswechsel beschert der Kette sonst eigentlich die größten Gewinne - doch dieses Jahr ist alles anders.

Gewinneinbruch im Weihnachtsgeschäft

Mit seinen Zahlen für das Ende Dezember abgeschlossene erste Geschäftsquartal verfehlte das Unternehmen die Erwartungen der Analysten. Der Gewinn brach wegen des Konzernumbaus und der Wirtschaftskrise um fast 70 Prozent auf 64 Millionen Dollar ein. Der Umsatz fiel um sechs Prozent auf 2,6 Milliarden Dollar. Bislang sollten bereits 600 Läden geschlossen werden. Die Aktie drehte im nachbörslichen Handel nach Tagesgewinnen deutlich ins Minus. Binnen der vergangenen zwölf Monate halbierte sich der Börsenwert des US-Unternehmens.

Starbucks mit hartem Sanierungskurs

Alle Einschnitte zusammen sollen im laufenden Jahr Einsparungen von 500 Millionen Dollar bringen und damit 100 Millionen Dollar mehr als bisher geplant. Zunächst kosten die Maßnahmen aber mindestens 230 Millionen Dollar. Sein eigenes jährliches Grundgehalt ließ Schultz von zuletzt 1,2 Millionen Dollar auf 10.000 Dollar zusammenstreichen. Schultz fährt seit seiner Rückkehr an die Unternehmensspitze vor einem Jahr einen harten Sanierungskurs. In mehreren Wellen wurden bereits Stellenstreichungen und Ladenschließungen bekanntgegeben sowie frühere Expansionspläne zurückgefahren.

Konkurrenz setzt Starbucks unter Druck

Starbucks leidet heute massiv an seiner rasanten Expansion in der Vergangenheit. Mit der Wirtschaftskrise ging die Kette endgültig auf Talfahrt. Aber auch die wachsende Konkurrenz durch weniger hochpreisige Kaffee-Angebote etwa von McDonald's macht Starbucks zu schaffen.

Neueröffnungen werden zurückgefahren

Die Zahl der neben den Schließungen noch geplanten Neueröffnungen wird erneut drastisch verringert. In den USA sollen 140 Läden statt den geplanten 200 gestartet werden, international 170 statt 270 Filialen. Ursprünglich waren die Ausbaupläne noch viel ehrgeiziger.

170.000 Mitarbeiter weltweit

Starbucks besitzt weltweit mehr als 16.800 Filialen, davon allein 11.500 in den USA sowie etwa 120 in Deutschland. Der Konzern beschäftigt rund 170.000 Mitarbeiter. Nun müssen 6000 Beschäftigte in den Läden und circa 700 im übrigen Konzern gehen.

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