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Steffi Graf und Andre Agassi steigen bei Internet-Ticketbörse ein

Tennispaar als Unternehmer  

Graf und Agassi steigen bei Online-Ticketbörse ein

06.02.2009, 18:12 Uhr | mash, t-online.de, dpa-AFX

Steffi Graf und Andre Agassi versuchen sich im Online-Ticketverkauf (Foto: dpa)Steffi Graf und Andre Agassi versuchen sich im Online-Ticketverkauf (Foto: dpa) Die ehemaligen Tennis-Stars Steffi Graf und Andre Agassi versuchen sich als Internet-Unternehmer. Sie beteiligen sich gemeinsam mit mehreren Investoren an der Online-Ticketbörse viagogo. #

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Insgesamt 15 Millionen US-Dollar für viagogo

Das britische Onlineportal, bei dem Internet-Nutzer ihre Karten für Konzerte oder Sportveranstaltungen weiterverkaufen können, sicherte sich für den Ausbau des Geschäfts dabei insgesamt 15 Millionen US-Dollar (11,7 Millionen Euro). Wie viel davon von dem Tennis-Paar kam, wurde nicht bekannt.

Tennispaar wird sich wahrscheinlich in Werbung einbringen

Die beiden Ex-Tennisprofis werden auch in das Advisory Board, den Beirat des Unternehmens, einziehen. Branchenexperten gehen davon aus, dass sie sich in die Werbung der Ticketbörse einbringen werden. Weitere Investoren bei viagogo sind unter anderem Lord Jacob Rothschild sowie Brent Hoberman von lastminute.com. Zu den deutschen Investoren zählen bereits der Medienunternehmer Herbert Kloiber und die als Web-Unternehmer bekannten Samwer-Brüder.

Frisches Geld soll bei Geschäft in Westeuropa helfen

Der Gründer des Portals, Eric Baker, will mit dem frischen Geld vor allem das Geschäft in Westeuropa ausbauen. Das Unternehmen ist bereits in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und den USA aktiv. Ticket-Käufer müssen dabei eine Gebühr von zehn Prozent des Preises berappen, die Verkäufer 15 Prozent.

Fulminant gescheiterter Vorgänger

Schon einmal hat sich ein Ex-Tennisprofi im Online-Geschäft versucht - mit wenig Fortune. Boris Becker stieg 2000 als Gesellschafter bei dem Internetfirma Sportgate ein, dem Ex-Tennisstar gehörten 60 Prozent des Unternehmens. Das Portal sollte mit Sportinformationen und Kontaktbörsen vor allem Freizeitsportler ansprechen. Vor dem Brandenburger Tor in Berlin posierte Werbeträger Becker damals für die Medien-Welt. "Ist ja klar", sagte er, natürlich wolle er auch Geld verdienen.

Auf Millionenzahlung verklagt

Daraus wurde nichts. Erst ging Sportgate mit monatelanger Verspätung an den Start, dann war das Internetportal innerhalb weniger Monate zahlungsunfähig. Aus der Pleite erwuchsen auch für den Ex-Tennisstar rasch finanzielle Risiken: In einer schriftlichen Erklärung hatte sich Becker zum Ausgleich von Sportgate-Verlusten bis zu 1,5 Millionen Euro verpflichtet. Becker wurde von dem Insolvenzverwalter auf diese Summe plus Zinsen verklagt. Der Ex-Tennisprofi hatte jedoch Glück - das Gericht schmetterte die Forderung ab. Statt eines Millionenbetrags musste der damals 36-Jährige nur 5708 Euro und 80 Cent zahlen.

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