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Arbeitslosenquote: Wirtschaftskrise verhindert Frühjahrsbelebung

Konjunktur  

Krise verhindert Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

31.03.2009, 18:08 Uhr | bab, dapd, AFP, dpa, t-online.de

Logo der Bundesagentur für Arbeit.Logo der Bundesagentur für Arbeit. (Quelle: ddp) Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im März um 34.000 auf 3.586.000 gestiegen. Das waren 78.000 mehr als vor einem Jahr, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) berichtete. Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Prozent auf 8,6 Prozent zu. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,4 Prozent gelegen. #

Grafik - Die aktuelle Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt
Neuer Job - So lange suchen Arbeitslose
Gehalts-Check -
Animierte Grafik - Arbeitslosigkeit in Deutschland

Auch saisonbereinigte Zahl steigt

Auch die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl stieg mit 69.000 Arbeitslosen stärker als erwartet. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 57.000, im Osten um 12.000 zu. Nach Meinung von Experten zeichnet sich auch für den Rest des Jahres eine weitere Verschärfung der Arbeitsmarktlage ab.



Weise zunehmend skeptisch

"Der konjunkturelle Abschwung wirkt sich zunehmend auf den Arbeitsmarkt aus", sagte der BA-Vorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Die drei wichtigsten Indikatoren des Arbeitsmarktes hätten sich negativ entwickelt: Die Arbeitslosigkeit sei gestiegen, die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung habe abgenommen, und die Arbeitskräftenachfrage sei weiter zurückgegangen. "Allerdings hat Kurzarbeit dem stabilisierend entgegengewirkt", sagte Weise.

Kurzarbeit schönt Statistik

Nach Einschätzung von Arbeitsmarktexperten dämpft die wachsende Kurzarbeit die Jobkrise. Commerzbank-Volkswirt Eckart Tuchtfeld geht davon aus, dass bis Ende Mai wahrscheinlich rund eine Million Männer und Frauen kurzarbeiten werden. "Dadurch wird die Arbeitsmarktstatistik natürlich erheblich entlastet", sagte er. Da die Arbeitszeit der Betroffenen nach BA-Erkenntnissen im Schnitt um 40 Prozent verringert ist, wären ohne Kurzarbeit rund 300.000 bis 400.000 mehr Menschen arbeitslos. "Das wird allerdings nur bis Mitte des Jahres tragen. Dann wirken sich die Einbrüche bei den Investitionen aus."

1,6 Millionen in Kurzarbeit

Unternehmen in Deutschland haben von November 2008 bis Februar 2009 Kurzarbeit für 1,625 Millionen Beschäftigte angemeldet. Das sind laut BA etwa 26 Mal so viel wie im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Für März rechnet die Bundesbehörde mit einem neuen Rekord bei Kurzarbeiter-Anträgen. Nach vorläufigen Erkenntnissen sei mit bis zu weiteren 740.000 Anmeldungen zu rechnen, sagte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker. Allerdings sei noch unklar, ob die Anmeldungen von den Unternehmen auch umgesetzt würden. So habe der Autobauer Opel von etwa 5000 Kurzarbeiter-Anmeldungen bislang nur 1000 verwirklicht.

Auftragsflaute

Als weiterer Faktor wirkt sich die Auftragsflaute in der Industrie immer stärker auf die Arbeitskräfte-Nachfrage in Deutschland aus. Nach einer teils rasanten Talfahrt in den vergangenen Monaten sei sie im März auf den niedrigsten Stand seit rund drei Jahren gesunken, geht aus vorab veröffentlichten Zahlen der Bundesagentur zur Stellensituation hervor. "Auch in den kommenden Monaten ist mit einem weiteren Beschäftigungsrückgang zu rechnen", heißt es in dem Bericht. In Folge sank der von der BA monatlich ermittelte Stellen-Indikator BA-X im März um 4 auf 137 Punkte. Noch vor einem Jahr hatte der entsprechende Wert 35 Indexpunkte höher gelegen.

Schon im Februar schlechte Zahlen

Bereits im Februar war die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland wegen der flauen Konjunktur und der kalten Witterung um 63.000 auf 3,55 Millionen gestiegen. Das waren nur noch 66.000 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die saisonbereinigte Erwerbslosenzahl nahm im Februar um 40.000 auf 3,3 Millionen zu. Im Westen erhöhte sich die Arbeitslosenzahl um 41.000 auf 2,3 Millionen, im Osten um 22.000 auf 1,2 Millionen. Die Arbeitslosenquote lag im Westen bei 7,0 Prozent, im Osten bei 14,1 Prozent.

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