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Erster Fonds wird wegen Madoff-Affäre verklagt

Anlagebetrug  

Erster Fonds wird wegen Madoff-Affäre verklagt

02.04.2009, 20:35 Uhr | bv, AFP, dpa, t-online.de

Bernard Madoff - Geständiger Milliardenbetrüger (Quelle: dpa)Bernard Madoff - Geständiger Milliardenbetrüger (Quelle: dpa) In der Betrugsaffäre um Bernard L. Madoff hat eine US-Behörde zum ersten Mal eine Fondsgesellschaft verklagt, weil sie die Geldgeschäfte des geständigen Milliardenschwindlers nicht genügend überprüft haben soll. Die Fairfield Greenwich Group gehörte zu den größten Anlegern Madoffs. Die Aufsicht des US-Bundesstaates Massachusetts wirft ihr vor, die Aufsichtspflichten gegenüber ihren eigenen Kunden vernachlässigt zu haben. Ermittler beschlagnahmten außerdem weitere Vermögenswerte Madoffs, um damit seine Opfer wenigstens teilweise zu entschädigen


Fondsgesellschaft hatte Milliarden bei Madoff angelegt

In der am Mittwoch eingereichten Zivilklage fordert die US-Behörde die Entschädigung der Investoren in Massachusetts und eine Geldbuße wegen Betruges. Die Fairfield Greenwich Group hatte früheren Angaben zufolge rund sieben Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) ihrer Kunden bei Madoff angelegt. Der Klage zufolge gab Madoff der Fondsgesellschaft selbst Ratschläge, wie sie kritische Fragen der US-Börsenaufsicht SEC beantworten solle.

Villa und Jacht in Florida beschlagnahmt

Am Donnerstag wurde bekannt, dass US-Finanzinspektoren Madoffs Villa in Palm Beach Florida, eine 17-Meter-Jacht und ein Motorboot beschlagnahmt haben. In Paris durchsuchten Ermittler außerdem wegen des Madoff-Betrugsfalls den Sitz der Großbank BNP Paribas und beschlagnahmten dort Schriftstücke.

Tropfen auf den heißen Stein

Der Wert der Villa wird nach Medieninformationen auf knapp zehn Millionen Dollar geschätzt, das Interieur muss noch getrennt bewertet werden. Im Vergleich zum Schaden, der den Madoff-Opfern entstanden ist und der mindestens 50 Milliarden Dollar betragen soll, dürfte es sich jedoch um Tropfen auf den heißen Stein handeln.

Warten auf das Strafmaß

Madoff betrog Investoren mittels eines Schneeballsystems über die Jahre um Milliarden. Im März bekannte der frühere Starinvestor sich im mutmaßlich größten Betrugsfall der Wirtschaftsgeschichte des Diebstahls, der Geldwäsche und der Urkundenfälschung schuldig, worauf er in Haft genommen wurde. Dem 70-Jährigen drohen bis zu 150 Jahre Gefängnis, das Strafmaß soll am 16. Juni verkündet werden.



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