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Wirtschaftskrise führt zu Einbruch bei Zeitarbeit

Studie  

Wirtschaftskrise führt zu Einbruch bei Zeitarbeit

12.05.2009, 15:00 Uhr | lgs, dpa-AFX, AFP

Zeitarbeiter sind in der Krise oft die ersten, die gehen müssen. (Quelle: imago images)Zeitarbeiter sind in der Krise oft die ersten, die gehen müssen. (Quelle: imago images) Die Wirtschaftskrise wird einer Studie zufolge besonders viele Leiharbeiter treffen. Die Zahl der Zeitarbeiter werde von 745.000 im vergangenen Jahr um mehr als ein Drittel auf 470.000 sinken, teilte die Beratungsfirma Ernst & Young unter Berufung auf eine Umfrage unter den 500 größten Zeitarbeitsfirmen mit. Für die Studie wurde angenommen, dass die Wirtschaft wie von der Bundesregierung vorausgesagt um sechs Prozent schrumpft.

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Leiharbeiter verlieren meist zuerst den Job

Die Leiharbeiter, die von Zeitarbeitsfirmen lediglich an die Unternehmen ausgeliehenen sind, verlieren meist als erste ihren Job. Laut der Studie dürfte die Leiharbeitsbranche bei einem Aufschwung besonders stark profitieren. Demnach dürften Firmen im nächsten Aufschwung noch stärker auf Zeitarbeiter setzen als bereits in den vergangenen Jahren.



Firmen sollen Geld einsetzen, um Beschäftigte zu halten

Unterdessen forderte die IG Metall die Leiharbeitsfirmen dazu auf, ihre Beschäftigten nicht in die Arbeitslosigkeit zu schicken. "Leiharbeitsfirmen haben in den letzten Jahren enorm hohe Gewinne eingefahren. Jetzt müssen die Firmen dieses Geld einsetzen, um ihre Beschäftigten zu halten", sagte der zweite Vorsitzende der IG Metall, Detlef Wetzel, der "Leipziger Volkszeitung". Dass dies möglich sei, zeigten betriebliche Regelungen zur Kurzarbeit, die auf Druck der IG Metall und der Betriebsräte etwa mit Adecco bei Ford in Köln, Avitea bei Hella in Lippstadt und mit der Verleihfirma Franke und Pahl in Hamburg abgeschlossen worden seien.



Arbeitsplätze könnten erhalten bleiben

Wetzel begrüßte, dass die Bundesregierung den Forderungen gefolgt sei, die Regelungen zur Kurzarbeit auch für Leiharbeiter anzuwenden. So konnten über 40.000 Arbeitsplätze in der Branche erhalten bleiben. "Dass trotz der unterschiedlichen Möglichkeiten seit Mitte 2008 fast 200.000 Leiharbeiter in die Arbeitslosigkeit geschickt wurden, ist eine Schande für die Branche", sagte der IG-Metall-Vize weiter. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit lag Mitte 2008 die Zahl der Leiharbeitsbeschäftigten bei 718.000, inzwischen ist die Zahl auf 546.000 gesunken.

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