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Weniger Geld für US-Manager

Managergehälter  

Weniger Geld für US-Manager

06.05.2009, 18:47 Uhr | mfu, t-online.de, AFP

Durchschnittliche Vergütung von US-Konzernchefs 2008 gesunken (Quelle: t-online.de)Durchschnittliche Vergütung von US-Konzernchefs 2008 gesunken (Quelle: t-online.de) Die Chefs US-amerikanischer Konzerne bekommen die Wirtschaftskrise in ihrem Portemonnaie zu spüren. Die Vergütungen von mehr als 300 Vorstandsvorsitzenden der im Standard & Poor's 500 Index geführten Unternehmen gingen 2008 um sieben Prozent auf durchschnittlich 7,6 Millionen Dollar (5,8 Millionen Euro) zurück, wie eine Analyse der Nachrichtenagentur AP ergab.

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Viele Aktienoptionen sind nicht mehr viel Wert

Das Minus könnte sogar noch größer ausfallen: Denn 90 Prozent der im vergangenen Jahr gewährten Aktien-Optionen sind derzeit nicht viel wert, weil die aktuellen Kurse unter denen liegen, zu denen die Optionen ausgeübt werden könnten. Doch in einigen Unternehmen wird bereits daran gearbeitet, das Minus für die Bosse abzufedern.

Konzerne weichen Kriterien für Bonus-Zahlungen auf

Einige Konzerne lockerten die Kriterien für Bonus-Zahlungen an Manager. Andere gaben mehr Aktien-Optionen aus, die sich bei einer Erholung der Börsen auszahlen werden. Einer der führenden Experten für Managerentlohnung in den USA, Jesse Brill von CompensationStandards.com, will deshalb auch noch nicht von einem Wendepunkt sprechen. Es sei eine Gelegenheit für eine Neuregelung der Managerbezüge. Aber er fürchte, dass viele Unternehmen vor einschneidenden Änderungen zurückschreckten.

Spitzenreiter erhält 112,5 Millionen Dollar

Nummer Eins auf der AP-Liste ist der Chef von Chesapeake Energy, Aubrey McClendon. Er kassierte im vergangenen Jahr 112,5 Millionen Dollar (85 Millionen Euro), obwohl die Aktien seines Erdgas-Unternehmens 2008 fast 60 Prozent an Wert verloren. Allein 75 Millionen Dollar bekam McClendon am Jahresende als Bonuszahlung. Auch der Co-Vorstandschef von Motorola, Sanjay Jha, lag mit Bezügen, die mit 104,4 Millionen Dollar bewertet wurden, im dreistelligen Millionenbereich.

Vier Bank-Bosse unter den Top Ten

Die Top Ten der Liste strichen insgesamt 538 Millionen Dollar (407 Millionen Euro) ein, das waren 50 Millionen Dollar weniger als 2007. Vier von ihnen arbeiten in der Finanzbranche, bei Goldman Sachs, American Express, Citigroup und JPMorgan Chase. Ihre Unternehmen erhielten alle staatliche Unterstützung. Die Bezüge der vier Vorstandsvorsitzenden sind ebenfalls durch Aktienoptionen aufgebläht, die derzeit unter dem aktuellen Kurs liegen, sowie durch Zahlungen, die sie für ihre Leistungen im Jahr 2007 bekommen haben. Für 2008 erhielten sie keine Boni.

Verzicht unter öffentlichem Druck

Ein Minus von 97 Prozent auf 1,2 Millionen Dollar musste der Chef von Morgan Stanley, John Mack, hinnehmen. Er bekam weder Boni noch Aktienoptionen. Es hätte für ihn aber auch schlimmer kommen können: Sein Haus ist mit Goldman Sachs der einzige Überlebende von den einst fünf großen Investmentbanken an der Wall Street. In einigen Fällen verzichteten Manager auch auf angebotene Boni, so wie der Chef von Walt Disney, Robert Iger. Dieser kann es jedoch verschmerzen, die 2,4 Millionen Dollar in den Wind geschlagen zu haben: Er ist mit einer Vergütung von 51,1 Millionen Dollar immer noch die Nummer drei auf der AP-Liste.

US-Regierung will Manager-Gehälter begrenzen

Die meisten Verzicht übenden Manager trafen ihre Entscheidung in einer immer feindlicher werdenden öffentlichen Stimmung. Auch die US-Regierung arbeitet an Regeln, um Boni und Abfindungszahlungen zu begrenzen. "Angst und der Selbsterhaltungstrieb sind entscheidende Motivatoren", sagt Brill. "Niemand will seinen Namen in einer Klageschrift lesen oder schlechte Publicity haben."

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