Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeit & Beruf >

Einkommen: So viel verdienen die Deutschen

Einkommen  

Gehaltsvergleich: So viel verdienen die Deutschen

17.05.2009, 13:42 Uhr | bab, AFP, dpa-AFX, dapd, t-online.de

Lohntüte  (Foto: dpa)Lohntüte (Foto: dpa) Die Bruttoverdienste der Beschäftigten sind im vergangenen Jahr etwas stärker als die Preise gestiegen. Sie erhöhten sich für vollzeitbeschäftigte Arbeitnehmer nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2008 bundesweit um 2,8 Prozent auf durchschnittlich 41.509 Euro. Die Verbraucherpreise kletterten im gleichen Zeitraum um 2,6 Prozent. Bei Führungskräften gab es aber deutlich höhere Lohnzuwächse als bei gering Qualifizierten, betonte Destatis-Präsident Roderich Egeler bei der Vorstellung der Zahlen.

Animierte Grafik - Arbeitslosigkeit in Deutschland
Verdienststrukturerhebung 2007 - Gehälter nach Berufen

Nicht alle profitieren

Allerdings haben nicht alle Arbeitnehmer gleichermaßen von dem Anstieg profitiert. Im Verarbeitenden Gewerbe (+2,3%), im Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen (+2,4%) sowie besonders im Gastgewerbe (+1,7%) gab es in Relation zur Inflation reale Verluste. In den anderen Wirtschaftszweigen lag die Verdienstentwicklung über der Preisentwicklung. Die höchsten Verdienstzuwächse gab es 2008 im Kredit- und Versicherungsgewerbe mit 4,6 Prozent sowie im Bergbau mit 4,4 Prozent.



Im Osten ein Drittel weniger Lohn als im Westen

Besonders deutlich wird anhand der Erhebung das noch immer stark ausgeprägte Gefälle zwischen dem Osten und Westen Deutschlands. Ostdeutsche Arbeiter haben 2008 im Schnitt fast ein Drittel weniger verdient als ihre westdeutschen Kollegen. Auch die Kluft zwischen Spitzen- und Geringverdienern war im vergangen Jahr sehr groß. Demnach hatten Westdeutsche ein Bruttoeinkommen von 43.310 Euro, Ostdeutsche von 30.151 Euro. Leitende Angestellte bekamen 81.000 Euro, Ungelernte nur 23.400 Euro.

Höchste Tarifsteigerung seit 13 Jahren

Immerhin gab es mit 3,6 Prozent 2008 die höchste Tarifsteigerung seit 13 Jahren. Dieser war den Zahlen zufolge vor allem auf den Öffentlichen Dienst zurückzuführen. Hier gab es ein Plus von 5,4 Prozent, während im privaten Dienstleistungssektor lediglich 2,7 Prozent anfielen. Dabei stiegen die Tarife etwas stärker als die Preise, so dass viele Arbeitnehmer real mehr im Portemonnaie hatten.

Wirtschaftszweig

Deutschland

Kredit- und Versicherungsgewerbe

58.791 €

+ 4,6 %

Energie- und Wasser

55.026 €

+ 3,2 %

Verarbeitendes Gewerbe

44.092 €

+ 2,3 %

Produzierendes Gewerbe

43.027 €

+ 2,5 %

Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden

43.640 €

+ 4,4 %

Unternehmensnahe Dienstleistungen

42.357 €

+ 3,5 %

Produzierendes Gewerbe und Dienstleistungsbereich

41.509 €

+ 2,8 %

Dienstleistungsbereich

40.214 €

+ 3,1 %

Erziehung und Unterricht

39.676 €

+ 2,7 %

Erbringung von sonstigen öffentlichen und persönlichen Dienstleistungen

39.112 €

+ 3,6 %

Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen

38.482 €

+ 2,4 %

Handel

38.256 €

+ 2,7 %

Verkehr und Nachrichtenübermittlung

36.098 €

+ 2,9 %

Baugewerbe

33.390 €

+ 3,2 %

Gastgewerbe

23.833 €

+ 1,7 %

Mehr Tabellen


Moderater Zuwachs bei Arbeitskosten

Einen moderaten Zuwachs gab es bei den Arbeitskosten. Gemessen in der jeweiligen Landeswährung hatte Deutschland in der Privatwirtschaft mit Plus 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr hinter Malta (+ 1,8%) das geringste Wachstum der Arbeitskosten aller Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Damit setzte Deutschland auch im Jahr 2008 den Trend fort, seit 2001 stets zu den EU-Staaten mit den geringsten Wachstumsraten der Arbeitskosten zu zählen.

Deutlich über dem Durchschnitt

Im EU-Vergleich liegen die Arbeitskosten in Deutschland mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von 29,80 Euro jedoch weiterhin deutlich über dem Durchschnitt von 23,10 Euro. An der Spitze steht Dänemark mit 36,50 Euro, Bulgarien mit 2,50 Euro ganz hinten. Deutschland landet laut Destatis hinter Ländern wie Schweden, Frankreich und den Niederlanden auf Platz sieben. Im Verarbeitenden Gewerbe, das sich ganz besonders dem internationalen Wettbewerb stellen muss, belegt es mit durchschnittlichen Kosten von 33,90 Euro Rang vier.

Lohnnebenkosten im Mittelfeld

Ferner ging Präsident Egeler auf die Lohnnebenkosten als einem bedeutenden Bestandteil der Arbeitskosten ein. Auf 100 Euro Bruttoverdienst zahlten die Arbeitgeber im Jahr 2008 in Deutschland 32 Euro Lohnnebenkosten. Damit lag Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt von 36 Euro und nahm mit Rang 15 innerhalb der Europäischen Union einen Mittelplatz ein. In Frankreich und Schweden entfielen auf 100 Euro Lohn zusätzlich 50 Euro beziehungsweise 48 Euro Lohnnebenkosten, in Malta waren es nur neun Euro.

Mehr Themen:
Gehalts-Check -
OECD-Studie - Rekordabgabenlast für Geringverdiener in Deutschland
Ersatz-Jobs - Französische Textilfirma bietet Billigjobs in Indien an
Löhne - Tarifverdienste trotz Krise im Januar angestiegen
Statistik - Fünf Millionen Deutsche arbeiten halbtags oder weniger


Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Jetzt Gutschrift sichern und digital fernsehen!
jetzt bei der Telekom
Gerry Weberbonprix.deOTTOCECILHappy SizeLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe