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Robert Allen Stanford: Milliarden-Betrüger stellt sich dem FBI

Schneeballsystem  

Milliarden-Betrüger Stanford stellt sich dem FBI

26.06.2009, 12:30 Uhr | mash, t-online.de, dapd

Milliardär und Betrüger Robert Allen Stanford (Quelle: dpa)Milliardär und Betrüger Robert Allen Stanford (Quelle: dpa) Der wegen Betrugsverdachts gesuchte texanische Milliardär Robert Allen Stanford hat sich nach Angaben seines Anwalts im US-Staat Virginia der Bundespolizei FBI gestellt. Stanford soll nach Angaben der US-Börsenaufsicht SEC Investoren mit angeblich sicheren Festgeldanlagen um mehrere Milliarden Dollar betrogen haben. Die SEC wirft Stanford das Betreiben eines massives Schneeballsystems zulasten der Anleger vor.

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Stanford weist Beschuldigungen zurück

Je nach Nachrichtenquelle ergaunerte Stanford acht Milliarden Dollar (5,75 Milliarden Euro) bzw. 9,2 Milliarden Dollar (7,3 Milliarden Euro). Der Banker hatte alle Beschuldigungen zurückgewiesen.

Riskante Geschäfte statt konservativer Anlage

Die Börsenaufsicht beschuldigt den Milliardär und dessen führende Mitarbeiter, Kunden unter Vorspiegelung einer betont konservativen Investmentphilosophie zum Kauf von Festgeldeinlagen der Stanford International Bank auf Antigua geraten zu haben. Tatsächlich habe der hauptsächlich in der Karibik und Lateinamerika tätige Banker einen großen Teil des Geldes aber in riskante Immobilienpapiere und Finanzbeteiligungen gesteckt.

FBI beschattete Haus

Stanford und sein Finanzchef James Davis sollen zudem ein gigantisches Schneeballsystem aufgezogen haben. Die Zinsen für die Anleger seien aus den eingeworbenen Geldern bestritten worden. Stanford habe sich FBI-Agenten ergeben, die in schwarzen Geländewagen verborgen das Haus überwacht hätten, in dem der Milliardär sich aufgehalten habe, erklärte dessen Anwalt Dick DeGuerin der Nachrichtenagentur AP. "Er ist hinausgegangen und hat gefragt, ob sie einen Haftbefehl hätten", berichtete der Anwalt.

Stanford wollte sich sowieso stellen

Stanford habe die Beamten aufgefordert, ihn festzunehmen. Andernfalls wolle er sich am folgenden Tag in Houston den Behörden stellen. Stanford sollte im Anschluss an die Verhaftung in Richmond einem Bundesrichter vorgeführt werden, wie aus Polizeikreisen verlautete.

Madoff lässt grüßen

Ein zentraler Stützpunkt von Stanfords Finanzimperiums war die karibische Steueroase Antigua. Der Fall erinnert an den bislang spektakulärsten Betrugsfall rund um den legendären Investmentbanker Bernard Madoff aus New York.

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