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Lage auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich

Arbeitslosigkeit  

Lage auf dem Arbeitsmarkt verschärft sich

30.06.2009, 12:56 Uhr | cs, dapd, dpa, t-online.de

Die Wirtschaftskrise beeinträchtigt den Arbeitsmarkt immer mehr (Foto: ddp)Die Wirtschaftskrise beeinträchtigt den Arbeitsmarkt immer mehr (Foto: ddp) Die Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt hat sich im Juni weiter verschärft. Zwar sank die Zahl der Arbeitslosen um 48.000 auf 3.410.000. Damit waren aber 250.000 Personen mehr arbeitslos als noch vor einem Jahr, so die Bundesagentur für Arbeit (BA). BA-Chef Frank-Jürgen Weise sagte: "Die Rezession der deutschen Wirtschaft hat die Frühjahrsbelebung überlagert. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fiel im Juni daher geringer aus als in den letzten Jahren."

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Animierte Grafik - Arbeitslosigkeit in Deutschland

Rückgang im Sommer gewöhnlich stärker

Die Arbeitslosenquote nahm um 0,1 Punkte auf 8,1 Prozent ab. Vor einem Jahr hatte sie bei 7,5 Prozent gelegen. Für einen Juni falle der Rückgang aber ungewöhnlich schwach aus, so Arbeitsmarktexperten. Im Schnitt der vergangenen drei Jahre war die Arbeitslosenzahl zum Sommeranfang noch um rund 130.000 gesunken. Einig sind sich die Experten darin, dass der Arbeitsmarkt die Rezession spätestens im Herbst deutlich zu spüren bekommt.

Kurzarbeit verhindert schlimmeres

Dass die Arbeitslosenzahlen derzeit noch sinken, ist Weise zufolge vor allem der massenhaften Kurzarbeit zu verdanken. DZ-Bank-Analyst Philipp Jaeger warnte angesichts dieses Umstands: "Die Kurzarbeit dürfte weiter abfedernd wirken, aber wenn die Unternehmen keine dauerhafte Perspektive sehen und etwa die Auftragseingänge nicht steigen, dann werden Entlassungen sehr schnell folgen." Viele Fachleute erwarten, dass die Wirkung der auf 24 Monate verlängerten Kurzarbeit im Herbst ausgereizt sein wird.

Änderung der Statistik

Saisonbereinigt stieg die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Juni um 31.000 auf 3,495 Millionen gestiegen. Im Westen nahm die um jahreszeitliche Einflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 17.000 zu, im Osten um 9000. Ohne die statistische Änderung im Mai wäre die saisonbereinigte Zahl sogar um schätzungsweise 50.000 gestiegen, teilte die BA mit. 19.000 Arbeitslose, die von privaten Vermittlern betreut werden, erfasst die Statistik seither nicht mehr.

Über 40 Millionen Erwerbstätige

Die Zahl der Erwerbstätigen lag im Mai mit 40,10 Millionen um 163.000 unter dem Vorjahresniveau. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten nahm dagegen nach Zahlen aus dem April binnen Jahresfrist um 70.000 auf 27,40 Millionen zu. Der Zuwachs ist aber deutlich kleiner geworden.

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