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USA: Börsenaufsicht räumt Fehler bei Überprüfung von Madoff ein

Madoff-Skandal  

Börsenaufsicht wurde vor Madoff gewarnt

03.09.2009, 17:14 Uhr | AFP, dpa-AFX, AFP, t-online.de

US-Börsenaufsicht räumt Fehler bei Überprüfung von Madoff ein (Foto: Reuters)US-Börsenaufsicht räumt Fehler bei Überprüfung von Madoff ein (Foto: Reuters) Mit einem kriminellen Schneeballsystem brachte Bernard Madoff weltweit tausende Anleger um ihr Vermögen. Viele Beobachter fragen sich, wie es dem Milliardenbetrüger über Jahrzehnte gelingen konnte, Anleger und Behörden zu täuschen. Jetzt gab die US-Börsenaufsicht SEC zu, innerhalb von 16 Jahren sechsmal vor den Geschäften des Mega-Schwindlers Bernard Madoff gewarnt worden zu sein.

SEC erhielt bereits 1992 erste Hinweise auf Madoff

Wie der Generalinspektor der Börsenaufsicht, David Kotz, nach Angaben des "Wall Street Journals" sagte, habe die Behörde zahlreiche Chancen versäumt, den Schwindel auffliegen zu lassen. Dies lag laut Kotz vor allem daran, dass die Kontrollen von einem "relativ unerfahrenen" Team übernommen wurden und "mangelhaft vorbereitet" waren. Nach seinen Angaben hatte der SEC bereits 1992 erste Hinweise erhalten.

Keine Beeinflussung von Mitarbeitern der Börsenaufsicht

Es habe sich jedoch keinen Anhaltspunkt dafür ergeben, dass Mitarbeiter der SEC von Madoff oder seiner Familie beeinflusst worden seien. Madoff hatte über Jahre hinweg mit Hilfe eines komplexen Pyramidensystems tausende Anleger um Milliarden Dollar geprellt. Ende Juni wurde er zu 150 Jahren Haft verurteilt.

SEC-Chefin bedauert Behördenversagen

Die Chefin der Börsenaufsicht, Mary Schapiro, sagte in einer Erklärung, die Behörde bedauere, dass zahlreiche Gelegenheiten, den Schwindel aufzudecken, nicht genutzt worden seien. Die Börsenaufsicht habe als Reaktion auf den Fall Madoff bereits Veränderungen in ihrer Vorgehensweise unternommen. Dazu zähle auch der Einsatz von besser ausgebildeten Mitarbeitern.

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