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Arbeitsmarkt: Jobkrise trifft Menschen mit Abitur besonders hart

Arbeitsmarkt  

Jobkrise trifft Menschen mit Abitur besonders hart

13.10.2009, 10:34 Uhr | AFP, t-online.de, AFP

Auch Hochqualifizierte leiden unter der Jobkrise. (Foto: Archiv)Auch Hochqualifizierte leiden unter der Jobkrise. (Foto: Archiv) Die Krise auf dem Arbeitsmarkt Menschen mit Abitur einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zufolge besonders hart. Die Arbeitslosigkeit von Menschen mit Fach- und Hochschulreife sei binnen eines Jahres um fast 25 Prozent gestiegen, zitierte die "Frankfurter Rundschau" ("FR") aus der Studie. Unter Hauptschulabgängern (10,8 Prozent) und Menschen mit Mittlerer Reife (5,4 Prozent) fiel der Zuwachs demnach geringer aus. In der Gruppe der Menschen ohne Schulabschluss sei die Arbeitslosigkeit nur um 5,5 Prozent gestiegen.

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Gute schulische Ausbildung schützt nicht immer

"Auch eine gute schulische Ausbildung schützt längst nicht mehr vor Arbeitslosigkeit", sagte Wilhelm Adamy, Leiter der Abteilung Arbeitsmarktpolitik beim DGB-Bundesvorstand, der "FR". In den alten Bundesländern haben der Studie zufolge bereits 15,8 Prozent der Menschen ohne Job Abitur, im Osten sind es 13,8 Prozent. Aus Adamys Studie geht jedoch nicht hervor, ob die Abiturienten in ihrem weiteren Lebenslauf auch ein abgeschlossenes Studium vorweisen können.

Wachsendes Risiko der Verarmung

Bei Menschen mit Fach- oder Hochschulreife macht der DGB zudem ein wachsendes Risiko der Verarmung aus. Nach den Berechnungen der Gewerkschaft sei die Zahl der Hartz IV-Empfänger bei Hochqualifizierten im August binnen Jahresfrist um fast 14 Prozent emporgeschnellt. Bei Hauptschulabsolventen stieg dieser Wert im selben Zeitraum nur um 1,4 Prozent, bei Schulabbrechern um 1,6 Prozent.

Bildung lohnt sich trotzdem

Die Jobkrise könne eine gute schulische Ausbildung schnell wieder entwerten, befürchtet Adamy. Dennoch seien Bildung und Qualifizierung für Deutschland ein "ganz bedeutender Wirtschaftsfaktor." Aus diesem Grund sei es für den Einzelnen immer wichtiger, ein hohes schulisches und berufliches Niveau zu erreichen, um dauerhaft auf dem Arbeitsmarkt zu bestehen. Schließlich sei die Arbeitslosenquote bei geringqualifizierten Arbeitskräften immerhin noch fünfmal so hoch wie bei denjenigen mit einem hohen formalen Bildungsniveau.


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