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Geringverdiener sind Leidtragende der Krise

Job-Studie  

Geringverdiener sind Leidtragende der Krise

09.11.2009, 14:53 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Vor allem in der Zeitarbeit sind viele Geringverdiener beschäftigt (Foto: imago)Vor allem in der Zeitarbeit sind viele Geringverdiener beschäftigt (Foto: imago) Geringverdiener, Ältere, Jugendliche sowie Zeitarbeiter sind die Hauptleidtragenden der Wirtschaftskrise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung. Zugleich werde auf dem deutschen Arbeitsmarkt die Kluft zwischen niedrigen und mittleren Löhnen in Vollzeitjobs immer größer, heißt es in der Untersuchung. Immerhin ist in den letzten Jahren die Beschäftigung stark gestiegen.

Lohnungleichheit auf Niveau Großbritanniens

Geringverdiener erzielten demnach Ende der 90er Jahre noch 64 Prozent des Verdienstes eines Arbeitnehmers mit mittlerem Einkommen. 2007 erreichten sie nur noch 53 Prozent. Dieser Rückgang sei im internationalen Vergleich der stärkste von 20 untersuchten OECD-Ländern. "Die Lohnungleichheit hat mittlerweile das Niveau Großbritanniens und anderer Länder erreicht, die bei der Beschäftigungspolitik weniger auf den sozialen Ausgleich achten."

Uneinheitliche Lohnentwicklung

Der uneinheitlichen Lohnentwicklung steht eine im Untersuchungszeitraum wachsende Beschäftigung gegenüber. Der Anteil der Beschäftigten an allen Menschen im erwerbsfähigen Alter stieg von 2001 bis 2008 um 4,4 Prozentpunkte auf 70,2 Prozent.

Mehr Flexibilität am Arbeitsmarkt durch Hartz-Gesetze

Ein Großteil der neuen Arbeitsplätze sei in Bereichen wie Zeitarbeit, geringfügiger oder befristeter Beschäftigung entstanden. "Die Hartz-Gesetze und die Agenda 2010 haben den Arbeitsmarkt zwar flexibler gemacht, allerdings auch neue Risiken geschaffen, die vor allem von Jugendlichen, Älteren oder Geringqualifizierten getragen werden", hieß es. Im Zuge der Krise zeigt sich dies besonders bei der Zeitarbeit, wo die Beschäftigung zwischen Juli 2008 und Juli 2009 weit stärker als in allen anderen Branchen um 25 Prozent einbrach.



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