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Arbeitsmarkt: Frauen verdienen in Deutschland deutlich weniger

Löhne  

Krasse Ungerechtigkeit bei Löhnen

12.11.2009, 13:22 Uhr | CS mit Material der AP, dapd, t-online.de

Frauen verdienen in Deutschland deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen (Foto: Archiv)Frauen verdienen in Deutschland deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen (Foto: Archiv) Frauen verdienen in Deutschland rund ein viertel weniger als ihre männlichen Kollegen. Die geht aus einer aktuellen Studie des Statistischen Bundesamts hervor. Demnach haben Frauen 2008 durchschnittlich 4,39 Euro pro Stunde weniger verdient als ihre männlichen Kollegen - durchschnittlich 14,51 Euro pro Stunde. Damit herrscht nach Gleichstellung und Emanzipation weiterhin eine krasse Ungerechtigkeit in der Entlohnung von Arbeit in Deutschland. Doch dafür gibt es laut den Statistikern auch klare Gründe.

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Qualifikationsstruktur für Unterschiede mit verantwortlich

Das Statistische Bundesamt verwies darauf, dass die Branchenunterschiede bei den Lohnabständen unter anderem mit der der Qualifikationsstruktur der Beschäftigten zusammenhingen. So seien in Wirtschaftszweigen mit großen Verdienstunterschieden Männer deutlich häufiger in leitenden Funktionen anzutreffen als Frauen.



Weniger Lohn-Ungerechtigkeit in Ostdeutschland

Der prozentuale Unterschied im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst zwischen Frauen und Männern liegt konstant bei 23 Prozent. Leichte Veränderungen lassen sich in Ost- und Westdeutschland feststellen: Während der prozentuale Unterschied im früheren Bundesgebiet von 24 auf 25 Prozent stieg, sank er in den neuen Bundesländern von sechs auf fünf Prozent.



Diese Branchen zahlen besonders ungerecht

Mit 34 Prozent besonders hoch ist der Verdienstunterschied im Wirtschaftszweig "Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen". Große Lohnabstände zwischen Frauen und Männern gab es auch in den Bereichen "Kunst, Unterhaltung und Erholung" (31 Prozent) sowie "Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen" (29 Prozent). In den Wirtschaftszweigen "Bergbau, Gewinnung von Steinen und Erden" sowie "Verkehr und Lagerei" fiel der Unterschied mit drei beziehungsweise sieben Prozent dagegen eher niedrig aus.

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