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DGB-Mindestlohn bedroht laut Ifo-Institut Arbeitsplätze

Studie  

DGB-Mindestlohn bedroht Arbeitsplätze

15.03.2010, 09:00 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX

DGB-Mindestlohn bedroht laut Ifo-Institut Arbeitsplätze. DGB-Mindestlohn bedroht 1,22 Millionen Arbeitsplätze (Foto: imago)

DGB-Mindestlohn bedroht 1,22 Millionen Arbeitsplätze (Foto: imago)

Der vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) ins Spiel gebrachte allgemeine Mindestlohn von 8,50 Euro je Stunde würde laut einer Studie 1,22 Millionen Arbeitsplätze in Deutschland gefährden. Außerdem kämen auf die öffentlichen Haushalte zusätzliche Belastungen in Höhe von fast sechs Milliarden Euro im Jahr zu, schreibt die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf aktuelle Berechnungen des Ifo-Instituts in Dresden zusammen mit Finanzwissenschaftlern der FU Berlin. Mit 740.000 Stellen entfiele der Großteil der Verluste auf geringfügige Beschäftigungsverhältnisse mit einem Monatseinkommen bis zu 400 Euro im Monat.

Ostdeutschland wäre überproportional betroffen

Diese Minijobs würden häufig von Hartz-IV-Empfängern genutzt, um ihr Haushaltseinkommen aufzubessern. Den Berechnungen zufolge verlöre jeder sechste von ihnen seinen Zuverdienst durch den Mindestlohn. Regional wäre Ostdeutschland mit einem Minus von 300.000 Stellen überproportional betroffen. "Mehr, nicht weniger Menschen wären armutsgefährdet", warnen die Autoren der Studie. Auf die öffentlichen Haushalte kämen zusätzliche Belastungen in Höhe von fast sechs Milliarden Euro im Jahr zu.

Gewerkschaften wollen Lohndumping verhindern

Der DGB will im Mai auf seinem Bundeskongress über eine Erhöhung seiner bisherigen Mindestlohnforderung um einen Euro auf 8,50 Euro beraten. Die Gewerkschaften wollen vor allem Lohndumping verhindern, wenn von Mai 2011 an Arbeitnehmer aus Ost- und Mitteleuropa freien Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt erhalten.

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