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Siemens-Manager Hiesinger soll ThyssenKrupp auf Kurs gehen

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Siemens-Manager wird neuer ThyssenKrupp-Chef

05.05.2010, 10:41 Uhr | apn, dpa, dapd, t-online.de, dpa

Siemens-Manager Hiesinger soll ThyssenKrupp auf Kurs gehen. Heinrich Hiesinger übernimmt 2011 den Chefsessel von Ekkehard Schulz (Foto: dpa)

Heinrich Hiesinger übernimmt 2011 den Chefsessel von Ekkehard Schulz (Foto: dpa)

Der bisherige Siemens-Manager Heinrich Hiesinger wird neuer Chef des größten deutschen Stahlproduzenten ThyssenKrupp. Der Personalausschuss des ThyssenKrupp-Aufsichtsrats nominierte den für das Industriegeschäft zuständigen Siemens-Vorstand als Nachfolger von Konzernchef Ekkehard Schulz, wie das Unternehmen in Düsseldorf mitteilte.

Hiesinger übernimmt 2011 den Chefsessel

Der 49-jährige Hiesinger soll bereits am 1. Oktober in den Vorstand der ThyssenKrupp AG einziehen und dann am 21. Januar 2011 nach Abschluss der Hauptversammlung den Chefsessel übernehmen. Der Essener Stahlriese sucht bereits seit Jahren nach einem Nachfolger für den 68-jährigen Schulz, hatte die Entscheidung aber immer wieder hinausgezögert. Schulz steht seit der Fusion von Thyssen und Krupp im März 1999 an der Spitze des Unternehmens. Eigentlich hatte er schon längst den Chefsessel räumen wollen, aber auf Bitten von Firmenpatriarch Berthold Beitz dann doch seinen Vertrag über die Altersgrenze von 65 Jahren hinaus verlängert.

Experten tippten auf hauseigenen Nachfolger

Lange Zeit hatte es als sicher gegolten, dass der Nachfolger für Schulz aus dem eigenen Hause kommen würde. Als aussichtsreiche Kandidaten galten zuletzt die Holding-Vorstände Edwin Eichler und Olaf Berlien sowie Finanzvorstand Alan Hippe. Doch entschied sich Aufsichtsratschef Gerhard Cromme zuletzt doch für einen externen Bewerber.

Mehr Gewicht für Industrieaktivitäten

Die Entscheidung für Hiesinger, der zuletzt die Verantwortung für die Industriesparte von Siemens und damit für einen Umsatz von rund 35 Milliarden Euro trug, dürfte auch ein Signal sein, dass ThyssenKrupp in Zukunft mehr Augenmerk auf sein industrielles Standbein richten wird. Zuletzt hatte der Konzern durch den Neubau von Stahlwerken in Brasilien und den USA vor allem seine Stahlsparte gestärkt. Cromme dürfte die Entscheidung für Hiesinger dadurch erleichtert worden sein, dass er die Arbeit des Managers aus seiner Funktion als Siemens-Aufsichtsratschef aus nächster Nähe kennt.

Neuer ThyssenKrupp-Chef war Ziehsohn von Heinrich von Pierer

Hiesinger gilt als typisches "Siemens-Gewächs" mit grundsolider Karriere bei dem Elektrokonzern, in den er 1992 eintrat. Schon der frühere Siemens-Chef Heinrich von Pierer, der als Aufsichtsratsvorsitzender später über den milliardenschweren Schmiergeld-Skandal stürzte, soll seine Potenziale erkannt und gefördert haben. Nach verschiedenen Stationen im damaligen Bereich Energieübertragung und -verteilung, unter anderem auch in Indonesien und in der Schweiz, wurde Hiesinger im Oktober 2000 Chef des Bereichsvorstands von Power Transmission and Distribution. 2003 übernahm er den Vorsitz des Bereichsvorstands der Siemens-Gebäudetechnologie, bevor er 2007 in den Vorstand eintrat.

Erstmals Frau im Siemens-Vorstand

Die Nachfolge von Hiesinger als Chef der wichtigsten Siemens-Sparte soll der bisherige Siemens-Arbeitsdirektor und Mechatronik-Experte Siegfried Russwurm übernehmen, wie der Konzern bekanntgab. Gleichzeitig soll nach dem Willen des Aufsichtsratspräsidiums Brigitte Ederer als erste Frau in den Siemens-Vorstand einziehen. Sie soll die Leitung des Personalressorts und die Betreuung der Region Europa übernehmen.

ThyssenKrupp litt massiv unter Konjunkturkrise

Auf den neuen Konzernchef warten bei ThyssenKrupp große Herausforderungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 hatte der Stahlriese massiv unter der weltweiten Konjunkturkrise gelitten und einen Verlust in Milliardenhöhe ausweisen müssen. Schulz hatte dem Konzern deshalb zuletzt eine drastische Restrukturierung verordnet, die auch eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl um 20.000 auf rund 167.000 bis zum Oktober dieses Jahres vorsieht. Die Sparmaßnahmen tragen allerdings bereits erste Früchte. Zusammen mit der beginnenden Konjunkturerholung ermöglichten sie dem Konzern bereits im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres die Rückkehr in die schwarzen Zahlen.

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