Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeitslosigkeit > Hartz IV >

Hartz-IV-Empfänger sollen mehr dazu verdienen können

...

Hartz IV  

Hartz-IV-Empfänger sollen mehr dazu verdienen können

08.10.2010, 12:43 Uhr | dpa-AFX, dapd, mash, dapd, dpa-AFX

Hartz-IV-Empfänger mit einem Job sollen künftig mehr von ihrem Zusatzverdienst behalten dürfen. Vor allem für Langzeitarbeitslose mit einem Einkommen zwischen 800 und 1000 Euro soll mehr Geld in der eigenen Tasche verbleiben. Auf die neuen Hinzuverdienstgrenzen haben sich eine Expertengruppe von Union und FDP am frühen Freitagmorgen geeinigt, teilte der Sprecher des Bundesarbeitsministeriums, Jens Flosdorff, mit. Welche Kosten dadurch auf den Steuerzahler zukommen, blieb offen.

Anreize neu definieren

Ziel der Koalition war es, Langzeitarbeitslosen mehr Anreize für sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse anstelle von geringfügiger Beschäftigung zu geben. Nun dürfen Hartz-IV-Bezieher von einem Arbeitseinkommen zwischen 100 und 1000 Euro durchgängig 20 Prozent behalten. Bislang lag diese Grenze bei 800 Euro. Der Freibetrag von 100 Euro bleibt erhalten.

Von 400 Euro bleiben 160 Euro übrig

Hartz-IV-Empfängern mit mehr als 800 Euro Hinzuverdienst wurden bislang 90 Prozent ihres zusätzlich erwirtschafteten Geldes mit der staatlichen Unterstützung verrechnet. Von einem 400-Euro-Job bleiben momentan 160 Euro übrig, die nicht auf die staatliche Unterstützung angerechnet werden.

Entscheidung fällt Ende Oktober

Das Ergebnis der Koalitions-Arbeitsgruppe unter Vorsitz von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) soll nun dem nächsten Koalitionsausschuss Ende kommender Woche vorgelegt werden. Über das Gesamtpaket mit einer Erhöhung der Regelsätze für Erwachsene um fünf Euro sowie neuen Bildungs-Sachleistungen für Kinder soll das Bundeskabinett am 20. Oktober entscheiden. Die Zuverdienstregeln gelten als ein Eckpfeiler der Hartz-Reform, die bis zum Jahresende eine Neuberechnung der Hartz-IV-Sätze bringen soll.

Mehr Aufstocker im Hartz-IV-System

Die FDP wollte die Freibeträge für Verdienste von mehr als 400 Euro beziehungsweise 800 Euro deutlich anheben, um die Aufnahme einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung attraktiver zu machen. Dafür sollten niedrige Zuverdienste sehr viel stärker auf die Grundsicherung angerechnet werden, um sie unattraktiv zu machen. Von 200 Euro Hinzuverdienst wollte die FDP zunächst nur 40 Euro unangetastet lassen. Dieses Vorhaben wurde aber fallen gelassen.

Eine deutliche Besserstellung höherer Zuverdienste führt zwangsläufig dazu, dass die Zahl jener deutlich steigt, die als Aufstocker ins Hartz-IV-System rutschen. Mehrkosten von bis zu 3,2 Milliarden Euro waren im Gespräch. Das Bundesarbeitsministerium pochte auf eine Nullsummen-Regelung. Wie teuer der nun ausgehandelte Kompromiss kommt, blieb offen.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir haben unsere Community grundlegend erneuert und viele Veränderungen vorgenommen. Es gibt neue Funktionen und auch die Redaktion wird verstärkt in den Kommentarbereichen mit Ihnen in Kontakt treten. Mehr zu unserer neuen Community erfahren Sie in unseren FAQ.

Leider können wir Ihnen nicht unter allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen.
Wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen. Eine Liste der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Duftkerze mit der bekannten NIVEA Creme-Note
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Anzeige
Sexy Bademode: die Hingucker an Strand und Badesee
gefunden auf otto.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Finanzen > Karriere > Arbeitslosigkeit > Hartz IV

    shopping-portal
    Das Unternehmen
    • Ströer Digital Publishing GmbH
    • Unternehmen
    • Jobs & Karriere
    • Presse
    Weiteres
    Netzwerk & Partner
    • Stayfriends
    • Erotik
    • Routenplaner
    • Horoskope
    • billiger.de
    • t-online.de Browser
    • Das Örtliche
    • DasTelefonbuch
    • Erotic Lounge
    • giga.de
    • desired.de
    • kino.de
    • Statista
    Telekom Tarife
    • DSL
    • Telefonieren
    • Entertain
    • Mobilfunk-Tarife
    • Datentarife
    • Prepaid-Tarife
    • Magenta EINS
    Telekom Produkte
    • Kundencenter
    • Magenta SmartHome
    • Telekom Sport
    • Freemail
    • Telekom Mail
    • Sicherheitspaket
    • Vertragsverlängerung Festnetz
    • Vertragsverlängerung Mobilfunk
    • Hilfe
    © Ströer Digital Publishing GmbH 2018