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Zeitarbeiter werden besonders häufig arbeitslos

Zeitarbeiter werden besonders häufig arbeitslos

15.11.2010, 10:33 Uhr | dpa-AFX, dpa-AFX, t-online.de

Zeitarbeiter werden besonders häufig arbeitslos. Zeitarbeiter werden deutlich häufiger arbeitslos als andere Angestellte (Foto: imago)

Zeitarbeiter werden deutlich häufiger arbeitslos als andere Angestellte (Foto: imago) (Quelle: imago images)

Zeitarbeitern droht besonders häufig die Arbeitslosigkeit. Das geht aus einer Studie auf der Grundlage von Daten der Bundesagentur für Arbeit (BA) hervor. Allein 2009 seien 16 Prozent aller neu registrierten Arbeitslosen zuvor bei einem Zeitarbeitsunternehmen beschäftigt gewesen. Dabei liege der Anteil der Leiharbeiter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten gerade einmal bei zwei Prozent. Das fand Wilhelm Adamy heraus, der Mitglied im Verwaltungsrat der BA ist. Er berief sich dabei auf eine von ihm angeregte Sonderauswertung von Zahlen.

Die Studie widerspricht dem von der Branche häufig vorgebrachten Argument, für viele Arbeitnehmer bedeute die Leiharbeit den Einstieg in eine feste Stelle. Allein von Herbst 2008 bis September 2009 hätten bundesweit 434.400 Leiharbeitskräfte ihren Job verloren und seien dadurch gezwungen gewesen, sich arbeitslos zu melden, berichtete Adamy, der außerdem beim DGB-Bundesvorstand den Bereich Arbeitsmarktpolitik leitet. Selbst in den wirtschaftlichen guten Jahren 2007 und 2008 seien rund 300.000 Leiharbeitskräfte innerhalb eines Jahres arbeitslos geworden.

Zeitarbeit bietet trotzdem gute Jobchancen

Zugleich räumte der DGB-Vertreter ein, dass Arbeitslose bei Leiharbeitsunternehmen vergleichsweise gute Jobchancen hätten. Die Gründe dafür seien, dass regulär Beschäftigte in anderen Branchen besser entlohnt würden und daher nur wenig Interesse an einem Leiharbeitsvertrag hätten. Für Arbeitslose stelle Leiharbeit dagegen häufig den einzigen Strohhalm dar, um wieder in Arbeit zu kommen. Zudem winkten Leiharbeitsunternehmen bei der Beschäftigung eines Erwerbslosen überdurchschnittlich oft Lohnkostenzuschüsse. Eine dauerhafte Perspektive stellten solche Jobs für die Betroffenen aber nur in seltenen Fällen dar, gab Adamy zu bedenken.

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