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Anlagebetrug: Schweizer Bank zahlt Madoff-Opfern Millionen-Entschädigung

Anlagebetrug  

Schweizer Bank zahlt Madoff-Opfern Millionen

07.12.2010, 11:21 Uhr | dapd, AFP, mash, AFP, dapd

Anlagebetrug: Schweizer Bank zahlt Madoff-Opfern Millionen-Entschädigung. Bernard L. Madoff: Sein Konkursverwalter treibt bei der UBP Geld für die Opfer ein (Foto: imago)

Bernard L. Madoff: Sein Konkursverwalter treibt bei der UBP Geld für die Opfer ein (Foto: imago)

Eine Schweizer Privatbank will den Opfern des Milliardenbetrügers Bernard L. Madoff bis zu 500 Millionen Dollar (376 Millionen Euro) Entschädigung zahlen. Das teilte Madoffs Konkursverwalter Irving Picard in New York mit. Er habe eine entsprechende Vereinbarung mit der Genfer Privatbank Union Bancaire Privee (UBP) und deren Filiale auf den Cayman-Inseln getroffen.

Bis zu 500 Millionen Dollar Entschädigung

Die auf den Cayman-Inseln ansässige UBP-Filiale M-Invest Ltd. beteiligte sich an Geschäften mit der Bernard L. Madoff Investment Securities. Die Vereinbarung sieht Entschädigungszahlungen in Höhe von "mindestens 470 Millionen Dollar" vor, sagte Picard. Der Betrag könne auf bis zu 500 Millionen Dollar erhöht werden, je nachdem, wie noch anhängige Gerichtsverfahren ausgingen. Die Vereinbarung muss noch von einem Konkursgericht in Manhattan genehmigt werden.

Zuletzt spülte eine Versteigerung von beschlagnahmten Gegenständen aus dem Besitz der Eheleute Madoff weiteres Geld in die Insolvenzkasse. Darunter befanden sich so ausgefallene Dinge wie schwarze Hausschuhe mit rotem Innenfutter und den aufgestickten Initialen BLM für Bernard Lawrence Madoff.

Insolvenzverwalter sammelt Geld für Madoff-Opfer

Die Betrugsopfer dürfen auf eine höhere Entschädigung hoffen: Vor kurzem teilte Picard mit, er habe die britische Bank HSBC zu Schadenersatzzahlungen von mindestens neun Milliarden Dollar verklagt. Das Geld soll ebenfalls Madoffs Opfern zufließen. In der Erklärung warf Picard der HSBC vor, Madoffs Milliardenbetrug ermöglicht zu haben, indem die Bank in Europa, der Karibik und Mittelamerika ein internationales Netzwerk von Anlegerfonds geschaffen, vermarktet und unterstützt habe.

Ende November hatte Picard verkündet, er wolle die US-Bank JP Morgan Chase für den Schaden in Mithaftung nehmen und auf insgesamt 6,4 Milliarden Dollar (4,9 Milliarden Euro) Schadenersatz für die Opfer Madoffs verklagen. Außerdem reichte er eine Schadensersatzklage gegen die Schweizer UBS ein.

Madoff: 150 Jahre Haft

Der 72-jährige Madoff wurde im Juni 2009 wegen milliardenschweren Finanzbetrugs zur Höchststrafe von 150 Jahren Haft verurteilt. Der einst hoch angesehene Financier hatte mit einem Schneeballsystem 4800 Anleger um geschätzte 20 Milliarden Dollar betrogen. Es war der vermutlich größte Betrugsfall in der Geschichte der USA.

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