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Arbeitnehmer-Freizügigkeit: Bsirske fordert Mindestlohn wegen Zuwanderung

Bsirske fordert Mindestlohn wegen Zuwanderung

20.12.2010, 08:37 Uhr | bv, t-online.de

Arbeitnehmer-Freizügigkeit: Bsirske fordert Mindestlohn wegen Zuwanderung. Ver.di-Chef Frank Bsirske: neuer Vorstoß für Mindestlöhne (Foto: dpa)

Ver.di-Chef Frank Bsirske: neuer Vorstoß für Mindestlöhne (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Ver.di-Chef Frank Bsirske rechnet damit, dass künftig mehr Beschäftigte aus Süd- und Osteuropa nach Deutschland kommen. "Ob Menschen ihre Heimat verlassen, hängt stark davon ab, wie groß das Wohlstandsgefälle ist“, sagte er der "Berliner Zeitung". Grund für die verstärkte Zuwanderung aus Südeuropa seien die düsteren Aussichten in Ländern wie Portugal, Spanien und Griechenland. Ab Mai 2011 gilt die Arbeitnehmer-Freizügigkeit außerdem für Menschen aus Mittel- und Osteuropa.

Bsirske verwies in diesem Zusammenhang auf die Erfahrungen Großbritanniens, das seinen Arbeitsmarkt bereits 2004 geöffnet hatte. "Die Briten sind damals davon ausgegangen, dass etwa 70.000 bis 100.000 Arbeitskräfte zuwandern. Am Ende war es eine Million“, so der Ver.di-Chef.

Mindestlohn soll "soziale Verwerfungen" verhindern

Er forderte deshalb einen gesetzlichen Mindestlohn, um "soziale Verwerfungen" durch Zuwanderung zu verhindern. "Und wir brauchen Branchen-Mindestlöhne, die darüber liegen, etwa in der Zeitarbeit“, fügte der Gewerkschafts-Vorsitzende hinzu. Die schwarz-gelbe Bundesregierung sei die einzige in Westeuropa, die gegen einen Mindestlohn sei.

Für Zeitarbeiter forderte Bsirske außerdem die zumindest gleiche Bezahlung wie die der Stammbelegschaft. "Wir sollten auch überlegen, ob sie zusätzlich einen Unsicherheits-Aufschlag erhalten“, sagte der Gewerkschafts-Chef. In Frankreich hätten Leihkräfte Anspruch auf  zehn Prozent mehr Geld, das habe der Branche nicht geschadet. Der Anteil der Zeitarbeiter sei dort fast doppelt so hoch wie in der Bundesrepublik.

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