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Bundesbank-Chef Axel Weber will angeblich nicht mehr

Bundesbank-Chef Weber will angeblich nicht mehr

09.02.2011, 19:19 Uhr | dpa-AFX, dpa, dapd, bv, dpa-AFX, dpa, dapd, t-online.de

Bundesbank-Chef Axel Weber will angeblich nicht mehr. Axel Weber: Gerüchte um die berufliche Zukunft des Bundesbankpräsidenten (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Axel Weber: Gerüchte um die berufliche Zukunft des Bundesbankpräsidenten (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Bundesbankpräsident Axel Weber will sich möglicherweise schon bald aus der Notenbank verabschieden. In einer vertraulichen Runde habe er am Dienstagabend angedeutet, "nicht unbedingt eine zweite Amtszeit" bei der Bundesbank anzustreben. Das schreibt die dpa unter Berufung auf Bundesbank-Kreise. Aus seinem direkten Umfeld verlautete, Weber habe eine weitere Amtszeit definitiv ausgeschlossen, weil er seine Aufgabe als weitgehend erfüllt ansehe. Der 53 Jahre alte Wirtschaftsprofessor führt die Notenbank seit dem 30. April 2004. Seine Amtszeit beträgt acht Jahre.

Die unmittelbare Finanz- und Wirtschaftskrise sei bewältigt und die mittlerweile eingesetzte Beruhigung der europäischen Finanzmärkte dürfte sich fortsetzen. Damit nahe nun der geeignete Zeitpunkt, die Bundesbank auch personell für das neue Jahrzehnt aufzustellen. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung (Donnerstag) will Weber sein Amt schon im Sommer niederlegen.

Weber für EZB-Posten aus dem Rennen?

Bisher war Weber zusammen mit dem italienischen Notebankchef Mario Draghi als heißer Anwärter für die Nachfolge von EZB-Chef Jean-Claude Trichet genannt worden, der Ende Oktober 2011 ausscheidet. Offiziell wurde Weber jedoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht nominiert. Der künftige EZB-Chef wird sein Amt am 1. November antreten. Gegen eine Berufung Webers auf den europäischen Spitzenposten hatte es Vorbehalte gegeben: Der gebürtige Pfälzer gilt als geldpolitischer Hardliner.

Weber könnte nach seinem Ausscheiden bei der Bundesbank neuer Chef der Deutschen Bank werden. Deren Vorstandssprecher Josef Ackermann hatte zuletzt immer wieder bekräftigt, dass er seinen Vertrag, der regulär im Mai 2013 ausläuft, nicht noch einmal verlängern will. Bundesbank und Deutsche Bank wollten die Gerüchte nicht kommentieren. Die Bundesbank dementierte außerdem, dass sie oder Weber eine Erklärung zu seiner beruflichen Zukunft abgeben wollten. Weber war aber bereits früher als Nachfolger von Ackermann ins Gespräch gebracht worden.

Kritik an der EZB

Weber hatte unter anderem den massiven Ankauf von Staatsanleihen maroder Euro-Länder durch die EZB kritisiert. Für sein Krisenmanagement in der Debatte um den Ex-Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin war er unter Druck geraten. Er rückte unter Rot-Grün an die Spitze der deutschen Notenbank.

Merkel und Weber haben angesichts der Spekulationen um die Zukunft des Notenbankers telefoniert. Es habe sich um ein vertrauliches Gespräch am späten Vormittag gehandelt, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Zu Inhalten wollte er sich nicht äußern. Gerüchte über einen Rückzug Webers von der Bundesbank-Spitze werde die Regierung nicht kommentieren, hieß es weiter. Die Nachfolge von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sei derzeit kein Thema.

Wer würde Nachfolger von Weber?

Als Nachfolger für den möglicherweise ausscheidenden Bundesbank-Chef Axel Weber ist nach Informationen von "Bild" der wirtschaftspolitische Berater der Kanzlerin, Jens Weidmann, offenbar aussichtsreicher Kandidat. Der 42-Jährige gelte in Regierungs- und Bundesbank-Kreisen als Favorit. Weber will nach Informationen der Zeitung sein Amt bereits im Sommer niederlegen.

Der Bundesbank-Chef gilt als "Ziehvater" Weidmanns. Er hatte Weidmann vor Jahren in die Bundesbank geholt, ihm dort die Abteilung Geldpolitik anvertraut und ihn später der Kanzlerin als wichtigsten wirtschaftspolitischen Berater empfohlen. Neuer Bundesbank-Vize soll laut der Zeitung Joachim Nagel werden. Er war erst vor wenigen Monaten als Nachfolger Thilo Sarrazins in den Vorstand der Bundesbank eingetreten.

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