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Statussymbol Dienstwagen: Porsche oder Ökomodell - worauf es ankommt

Statussymbol Dienstwagen: Porsche oder Ökomodell: Worauf es ankommt

12.07.2010, 13:00 Uhr | Sabine Stahl/mid

Statussymbol Dienstwagen: Porsche oder Ökomodell - worauf es ankommt. Citroen offeriert den C5 in der Business-Class-Ausführung.  (Foto: www.citroen-c5.de)

Citroen offeriert den C5 in der Business-Class-Ausführung. (Foto: www.citroen-c5.de)

In verantwortlicher Position und kein Dienstwagen? Unvorstellbar, denn auch die Deutschen schätzen das Firmenauto als wichtiges Statussymbol. Und je größer und teurer es ist, desto höher das Ansehen des Mitarbeiters, der es fährt. Wir zeigen Ihnen, worauf es bei der Auswahl des Modells ankommt.

Keinen Porsche für den Banker

Generell gilt: Einen wirklich teuren Wagen gibt es nur für das obere Management. Schicke Sportwagen und Coupés sind ohnehin in den meisten Fällen tabu. "Ein Dienstwagen muss zur Corporate Identity des Unternehmens passen. Der Vertreter einer Bank kann schlecht im Porsche vorfahren, während man sich den Mitarbeiter einer Werbeagentur durchaus am Steuer eines schicken Coupés vorstellen kann", erklärt Hanno Boblenz, Chefredakteur der Fachzeitschrift "Firmenauto".

Kunde misst Firmenerfolg am Auto

Fuhrparkmanager beschäftigen sich hingegen eher selten mit Ansehen und Prestige. Was für sie zählt sind in erster Linie die Kosten und deren Kalkulierbarkeit. Mittlerweile gibt es auch Unternehmen bei denen die CO2-Werte bei der Dienstwagenwahl eine Rolle spielen, wie zum Beispiel bei der Adolf Würth GmbH. Das spart Kraftstoffkosten und poliert gleichzeitig das Firmenimage auf. Und das spielt neben den Kosten die wohl wichtigste Rolle für ein Unternehmen. "Ein Dienstwagen repräsentiert die eigene Firma. Der Kunde misst den Erfolg des Mitarbeiters und des Unternehmens deshalb häufig indirekt am Auto", betont Thomas Luxenburger, verantwortlich für das Small Fleet- und Nutzfahrzeuggeschäft bei Peugeot Deutschland.

Spoiler sind tabu

Wünscht sich ein Mitarbeiter für seinen Dienstwagen ein besonderes Zubehör, kann er das dem Arbeitgeber mitteilen. In der Regel muss er sich dann allerdings an den Kosten beteiligen. Undenkbar für einen Firmenwagen sind jedoch Spoiler oder andere Tuningmaßnahmen, erläutert Boblenz. Komfort-Elemente sind hingegen sinnvoll. "Dienstwagenfahrer legen meist weite Strecken zurück und erledigen einen Teil ihrer Arbeit direkt vom Fahrzeug aus - daher wird bei der Ausstattung insbesondere auf Fahrkomfort, Kommunikation und Navigation geachtet", so Luxenburger.

Business-Modelle im Angebot

Gleichzeitig an die Kosten und an die Fahrer denkt die Automobilindustrie und bietet Flottenkunden spezielle Business-Modelle an. Die beinhalten auf Vielfahrer abgestimmte Extras, wie zum Beispiel Navigation, Einparkhilfe, Xenonscheinwerfer, Klimaanlage und Tempomat. Derartige Ausstattungspakete stehen nicht ausschließlich für die typischen Außendienst-Flottenfahrzeuge der Mittelklasse bereit, sondern umfassen in vielen Fällen nahezu die gesamte Modellpalette. Beispielsweise Peugeot bietet die Modelle 207, 207 SW, 308 SW, 407, 407 SW, 3008 und 5008 jeweils auch in einer Business-Line-Ausführung an.

Extras zur Serienausstattung

Auch das sparsamste Modell der Franzosen, der 207 99G, kann als Business-Line-Modell bestellt werden. Zusätzlich zur Serienausstattung ist unter anderem ein Tempomat an Bord, der lange Autobahnetappen bequemer gestaltet. Außerdem gibt es ESP, eine Audioanlage und eine um ein Jahr erweiterte Garantie.

Auch andere Hersteller bieten speziell für den Einsatz als Dienstwagen ausgestattete Fahrzeuge an. Citroen offeriert den C5 Business Class mit Sitzheizung, Spurassistent, Einparkhilfe und automatischer Fahrlichteinschaltung. Hyundai hat für den kompakten i30 die Ausstattungslinie "Classic Business" im Programm und Ford bietet für mehrere Modelle ein Business-Paket an, das unter anderem Navigation, Parkpilot und Tempomat beinhaltet.

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