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Nachteile beim Elterngeld - Die private Krankenversicherung

Nachteile beim Elterngeld: Die private Krankenversicherung

09.10.2012, 13:39 Uhr | sp (CF)

Wer Nachwuchs erwartet, erhält zwar staatliche Zuschüsse, doch entscheidende Nachteile beim Elterngeld sind nicht zu übersehen – die Krankenversicherung: Ist ein Elternteil nämlich privat oder freiwillig versichert, muss dieser seine Versicherungsbeiträge weiterhin zahlen. Ab 2013 drohen weitere Steuereinbußen, wenn Sie nicht rechtzeitig handeln.

Krankenversicherung und Nachteile beim Elterngeld

Eltern, die Elterngeld beziehen oder sich in Elternzeit befinden, sind in der gesetzlichen Krankenkasse beitragsfrei versichert. Voraussetzung ist aber, dass Sie auch vor der Elternzeit pflichtversichert waren. Beachten Sie aber, dass Sie unter Umständen bestimmte Beiträge wie Arbeitsentgelt aus einer Teilzeitarbeit zu entrichten haben. Sind Sie hingegen freiwillig versichert, müssen Sie bei Inanspruchnahme von Elterngeld oder Elternzeit Ihre Versicherungsbeiträge weiterhin zahlen. Dies ist auch dann der Fall, wenn Sie bei einer privaten Krankenversicherung gemeldet sind.

Gesetzesänderung verringert Nettoeinkommen

Neben möglichen Versicherungsbeiträgen kommen ab dem Jahr 2013 noch weitere finanzielle Nachteile beim Elterngeld auf Sie zu. Eine Gesetzesänderung ermöglicht es dann nämlich, noch mehr Geld vom Gehalt einzuziehen als zuvor, wie die "Wirtschaftswoche" (WiWo) in einem Beitrag zum Elterngeld berichtet. Hierbei zählen nicht mehr die Abzüge auf der Lohnabrechnung, sondern ganz neu festgelegte Pauschalsätze. Hier ist der Bruttolohn der letzten 14 Monate vor der Geburt entscheidend. Für die Berechnung werden vom Bruttogehalt pauschal 21 Prozent für Krankenversicherung, Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung abgezogen – das sind etwa 0,5 Prozent mehr als der derzeit reale Satz. Daraus resultiert ein geringeres Nettoeinkommen als Berechnungsgrundlage und damit auch weniger Elterngeld. Bei einem Bruttolohn von 2.000 bis 3.000 Euro liegen die Einbußen zwar nur bei sieben bis zehn Euro, so Uwe Rauhöft, Geschäftsführer des Neuen Verbands der Lohnsteuerhilfevereine, laut der WiWo. Allerdings sind die Auswirkungen bei den Lohnsteuerabzügen noch beträchtlicher. (So berechnen Sie, wie viel Elterngeld Sie bekommen)

Foto-Serie mit 6 Bildern

eltern.t-online.de: Elterngeld 2013: Das sollten Eltern wissen

Steuerklasse wechseln und Geld sparen

Ausschlaggebend ist dabei nämlich die Steuerklasse, die die Mutter beziehungsweise der Vater in den 14 Monaten vor der Geburt am längsten hatte. Hier kann nur ein rechtzeitiger Wechsel in eine günstigere Steuerklasse mindestens sieben Monate vor der Geburt helfen, um Nachteile beim Elterngeld zu vermeiden. (Steuerklasse und Elterngeld: Wissenswertes und Tipps)

Ehepaare können mit einem klugen Wechsel während der Schwangerschaft den Nettoverdienst verbessern. Damit lassen sich mehrere Hundert Euro im Monat sparen. "Am besten schon bei Kinderwunsch wechseln, so verrückt es klingt, das bringt am meisten Geld", rät Rechtsanwalt Markus Deutsch vom Deutschen Steuerberaterverband laut WiWo. Wenden Sie sich im Zweifelsfall frühzeitig an Lohnsteuerhilfevereine, mit deren Unterstützung Sie möglichst viele Zuschüsse vom Staat beziehen können.

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