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Bewerbungen: Dreiste Lügen im Lebenslauf

Bewerbungen  

Die dreistesten Lügen im Lebenslauf

12.07.2011, 16:00 Uhr | t-online.de, t-online.de

Bewerbungen: Dreiste Lügen im Lebenslauf. Schwindeln im Lebenslauf - das kann daneben gehen  (Foto: imago)

Schwindeln im Lebenslauf - das kann daneben gehen (Foto: imago)

Wahrheit oder Fiktion? Bei manchem Lebenslauf müssen Chefs und Personaler schon ganz genau hinsehen, um das herauszubekommen. Denn immer häufiger schwindeln Bewerber in ihren Lebensläufen und hoffen, so den gewünschten Job zu ergattern. Wir stellen Ihnen in unserer Klick-Show die dreistesten Lügen vor und verraten auch, welche Folgen Schummeleien bei der Bewerbung haben können.

Zeugnis mit Fehlern

So gab ein Mann dem Jobportal careerbuilder.de zufolge an, dass er seit 1970 mit dem Betriebssystem Microsoft Windows arbeite. Die erste Auflage mit Windows 1.0 ist aber erst im Jahr 1985 auf den Markt gekommen. Ein anderer Jobsuchender fälschte den Angaben zufolge sein Universitätszertifikat, dummerweise enthielt es jedoch Rechtschreibfehler. Ein Dritter gab den Zeitraum der Verbüßung einer Gefängnisstrafe als genutzte Zeit für die Stellensuche an.

Hälfte der Chefs entdeckt Schummelei

In einer Umfrage hat careerbuilder.de herausgefunden, dass nur sechs Prozent der Angestellten in Deutschland zugeben, schon einmal unwahre Angaben in ihrem Lebenslauf gemacht zu haben. Zugleich erklären 52 Prozent der Arbeitgeber, solche unwahren Angaben schon einmal entdeckt zu haben. Von den befragten Arbeitgebern, die Schwindeleien entdeckten, lehnten 46 Prozent den Bewerber automatisch ab, während 41 Prozent den Kandidaten weiterhin berücksichtigten, ihn letztendlich aber nicht einstellten.

Verantwortlichkeiten beschönigt

Wie die Studie von careerbuilder.de weiter ergab, kommt es es besonders häufig vor, dass Jobsuchende ihre bisherigen Verantwortlichkeiten beschönigen. Immerhin 24 Prozent der Bewerber schummeln bei der Darstellung ihrer Fähigkeiten, weitere 22 Prozent mauscheln bei ihren Beschäftigungsdaten. Neun Prozent lügen bei den ehemaligen Arbeitgebern und noch acht Prozent mogeln bei den Angaben zur besuchten Schule und beim akademischen Grad.

Kündigung wegen Lügen im Lebenslauf

Falsche Angaben in der Bewerbung können allerdings noch Jahre später den Job kosten - so ging nach es nach Informationen von süddeutsche.de etwa einem 35-jährigen Mann, der nach acht Jahren in einer Autofirma fristlos gekündigt wurde. Der Grund: Die Chefin hatte herausgefunden, dass er die Noten seines Abschlusszeugnisses manipuliert hatte. Nach einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Köln (Az. 11 Sa 1511/99) kann das Unternehmen vom Mitarbeiter sogar Schadenersatz einfordern, wenn sich dieser mit einem gefälschten Zeugnis einen Job erschlichen hat.

Detektiv schnüffelt Bewerber aus

Mittlerweile gibt es spezialisierte Detekteien, die Bewerber und ihre Angaben auf deren Richtigkeit prüfen. So bieten Detektive an, Lebensläufe, Arbeitszeugnisse und Urkunden zu überprüfen. Die Vorgehensweise wird aber von zahlreichen Personalern sehr kritisch betrachtet - immerhin greift eine solche Überprüfung auch in die Privatsphäre der Bewerber ein.

Genau auf Auftreten achten

Doch die Chefs und Personaler selbst können etwas dafür tun, um sich ein Bild der Bewerber zu machen. „Durch die Art und Weise, wie Sie während der Bewerbungsphase auftreten, erhält der Arbeitgeber einen Eindruck davon, wie es ist, mit Ihnen zu arbeiten“, erläutert eine Expertin von careerbuilder.de. „Auch kleine Beschönigungen wie geringfügige Datenänderungen oder die übertriebene Darstellung von Verantwortlichkeiten kann zu Unglaubwürdigkeit vor Ihrem potenziellen neuen Arbeitgeber führen."

Individuelle Lebensläufe

Wer sich ein böses Erwachen ersparen will, der sollte bei seinen Bewerbungen auf Beschönigungen verzichten und sich mehr auf seine Stärken konzentrieren. Als einen wichtigen Tipp haben die Experten parat: Individuelle und speziell auf die Stelle zugeschnittene Anschreiben lenken die Aufmerksamkeit des Personalers auf die eigenen Unterlagen und zeigen ihm, dass man wirklich Interesse an der Stelle hat.

Schlagworte verwenden

Achten Sie auf Schlagwörter in der Stellenbeschreibung und verwenden Sie diese in Ihrem Lebenslauf. Zu den Begriffen, nach denen Arbeitgeber am häufigsten suchen, zählen: Teamfähigkeit (46 Prozent) und Kommunikationsfähigkeit in Wort und Schrift (44 Prozent).

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