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Vorstellungsgespräch: Auf Englisch punkten

Vorstellungsgespräch  

"Do you speak English, Mr Müller?"

18.12.2009, 16:43 Uhr | t-online.de/business

Vorstellungsgespräch: Auf Englisch punkten. Im Vorstellungsgespräch perfekt Englisch sprechen - mit ein bisschen Übung klappt's.  (Foto: Imago)

Im Vorstellungsgespräch perfekt Englisch sprechen - mit ein bisschen Übung klappt's. (Foto: Imago)

Sie würden sich gern bei einer ausländischen Firma in Deutschland bewerben, im Ausland arbeiten oder einen Job übernehmen, in dem sie mit englischsprachigen Geschäftspartnern verhandeln müssen? Aber schon der Gedanke an ein Vorstellungsgespräch auf Englisch lässt Sie stottern? Wer weiß, was Unternehmen erwarten und sich gründlich vorbereitet, ist deutlich im Vorteil. Und mit ein bisschen Übung sollte es Ihnen spielend gelingen, bei Ihrem Gegenüber einen positiven Eindruck zu hinterlassen.

Englischkenntnisse werden immer wichtiger

In immer mehr Unternehmen sind Englischkenntnisse Voraussetzung, um eine Stelle zu bekommen. "Auf dem Papier haben fast alle Bewerber fließende oder sogar verhandlungssichere Englischkenntnisse. Leider hapert es damit in der Praxis oft", sagte Sehnaz Özden, Leiterin des Recruiting Centers bei Continental, gegenüber ftd.de Diese Erfahrung machen viele Personaler, denn selbst in deutschen Vorstellungsgesprächen wechseln sie nicht selten ins Englische, um dem Kandidaten auf den Zahn zu fühlen.

Auch Telefonat vorbereiten

Wie hoch die Anforderungen tatsächlich sind, hängt natürlich von der ausgeschriebenen Position ab. In der Regel gilt: Je höher das Gehalt, je perfekter sollten die Englischkenntnisse des Bewerbers sein. Sinnvoll kann es zudem sein, sich auch auf ein englisches Vorstellungstelefonat vorzubereiten. Denn gerade Firmen im Ausland nehmen zunächst telefonisch Kontakt mit Jobinteressenten auf. Der Tipp von Experten: Eine Liste mit Begrüßung, wichtigen Redewendungen und eventuellen Fragen, die neben dem Telefon liegt, hilft, die erste Unsicherheit zu überwinden. Wer es dann trotz Nervosität schafft, langsam, deutlich und in möglichst einfachen, kurzen Sätzen zu sprechen, zeigt sich als kompetenter Gesprächspartner.

"Pleased to meet you"

Die ersten Sekunden des Bewerbungsgesprächs sind die wichtigsten, erklärt Autorin Georgina Hodge in ihrem Ratgeber "Basic Training Business English - Bewerbung und Vorstellung". Um nicht sprachlos dazustehen, sollten sich Bewerber schon im Vorfeld eine passende Begrüßung überlegt haben. "Pleased to meet you" passt immer. Und auf das "How are you" des Personalers - stellvertretend für "Guten Tag" - muss der Jobkandidat auch flüssig antworten können. "Fine thanks. And how are you?" ist korrekt, so Hodge. Im Übrigen sollten Bewerber abwarten, wie der Interviewpartner ihn anspricht und die Anrede - das kann durchaus der Vorname sein - übernehmen.

Start mit Small Talk

Gewöhnlich eröffnet Small Talk das Gespräch - und hilft dabei, kein verlegenes Schweigen aufkommen zu lassen. Hodges Tipp: einfach über das Wetter ("It's really cold for this time of year") oder den Weg zum Unternehmen ("I had no problems finding the way") reden. Danach aber geht es ums Geschäft. Wie im deutschen Vorstellungsgespräch wollen Chefs zum Beispiel wissen, warum sich ein Bewerber für eine Stelle in ihrer Firma interessiert. Mit passenden Formulierungen kann der Jobkandidat entsprechend punkten. Wenn Sie zum Beispiel beim Marktführer in ihrem Bereich arbeiten möchten wäre "You are the market leader ... and I want to play a part in keeping the company there in the future" laut Hodges Buch eine gute Erklärung.

Kandidaten auf dem Prüfstand

Der berufliche Werdegang steht natürlich auch auf dem Prüfstand: die Ausbildung und Berufserfahrung sowie der Erfolg des Bewerbers im Job. Der wiederum sollte dann das passende Vokabular parat haben. Mit "I'm currently working as a..." beispielsweise ist Hodge zufolge der deutsche Satz "Ich arbeite derzeit als" richtig übersetzt. Aber Vorsicht: Schon Kleinigkeiten können Sie als Nicht-Englisch-Profi entlarven. Verwechselt werden zum Beispiel gern die Zeitangaben "since" und "for". Richtig ist: "For" bezeichnet eine Zeitdauer, "since" einen Zeitpunkt. Nach den Aufgabenfeldern in Ihrer derzeitigen Position gefragt, antworten Sie am besten mit der Formulierung "My duties and responsibilities in that job included...".

Stärken betonen

Um den potenziellen Arbeitgeber zu beeindrucken, sollten Jobkandidaten ihre Stärken betonen. Auch das lässt sich leicht vorab trainieren. Teamfähigkeit etwa ist in den meisten Bereichen gewünscht. Mit dem Satz "I enjoy working as part of a team" lässt sich das perfekt ausdrücken, schreibt Hodge. Als weiteren Pluspunkt werten viele Arbeitgeber Flexibilität. "I find it easy to adapt to new situations" können Sie sagen, um zu betonen, dass es Ihnen leicht fällt, sich neuen Situationen anzupassen.

Nicht jede Frage beantworten

Im Übrigen müssen Sie auch in einem englischen Vorstellungsgespräch nicht jede Frage beantworten. Bei der Auswahl von Bewerbern dürfen in den meisten englischsprachigen Ländern nach Angaben von ftd.de die Religionszugehörigkeit, Herkunft und Geschlecht keine Rolle spielen. Demnach seien Fragen wie "Are you married?", "Do you have children?" oder "What do your parents do?" tabu. Wer glaubt, schlechtere Karten zu haben, wenn er eine Antwort verweigert, dürfe in solchen Fällen die Unwahrheit sagen, so die Experten.

Offene Fragen zum Schluss klären

In guter Erinnerung behalten Chefs Bewerber, die am Ende des Gesprächs noch einmal mit Eigeninitiative glänzen - und das auch sprachlich umsetzen können. Offene Fragen sollten Sie Hodge zufolge am besten mit "Before we finish I still have some unanswered questions" einleiten. Der Autorin zufolge ist das die Zeit für wichtige Absprachen - etwa über den möglichen Start im neuen Unternehmen mit dem Satz "When would the starting date of the job be?". Von Interesse könnte zudem die Dauer der üblichen Probezeit in der Firma sein. "How long does the probationary period last?" lautet die korrekte Frage.

Andere Länder - andere gesetzliche Regelungen

Zum Schluss wird meist das Gehalt, die Arbeitszeit und Urlaubsansprüche verhandelt. Geht es um eine Stelle im Ausland, sollten Interessenten bedenken, dass zum Beispiel für Steuern, Sozialabgaben und soziale Leistungen andere Regeln gelten als in Deutschland. Daher ist es sinnvoll, sich vorab über die entsprechenden Regelungen zu informieren, um ein Angebot richtig einordnen zu können. In den USA gibt es zum Beispiel keinen gesetzlichen Mindestanspruch auf Urlaub. Viele Unternehmen gewähren ihren Angestellten laut rp-online.de jedoch 15 freie Tage im Jahr. Zum Vergleich: In Deutschland haben Arbeitnehmer einen gesetzlichen Anspruch auf mindestens 20 Tage Urlaub im Jahr.

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