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Bewerbung: Heiße Partybilder im Netz als Karrierekiller

Karrierekiller: Heiße Partybilder im Netz

09.11.2010, 13:39 Uhr | dpa-tmn / t-online.de/business, dpa

Bewerbung: Heiße Partybilder im Netz als Karrierekiller. Fotos von der letzten Party im Web? Keine gute Idee! (Foto: Imago)

Fotos von der letzten Party im Web? Keine gute Idee! (Foto: Imago)

Wer sich um einen neuen Job bewirbt, muss damit rechnen, vom potenziellen Arbeitgeber im Internet "durchleuchtet" zu werden: Rund jeder zweite Personaler (49 Prozent) informiert sich im Netz über Jobkandidaten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des IT-Branchenverbands Bitkom in Berlin. Wir erklären, wie Bewerber verhindern, durch ihren Auftritt im Web vorzeitig aussortiert zu werden.

Personaler googeln

Für die Umfrage hat der Verband 1504 Geschäftsführer und Personalchef befragt. Firmen nutzen demnach vor allem Suchmaschinen, um sich ein Bild von Bewerbern zu machen: Fast die Hälfte (45 Prozent) verwendet dazu etwa Google, Bing oder eine spezielle Personensuchmaschine. Ein Fünftel (21 Prozent) stöbert in beruflichen Netzwerken wie Xing oder LinkedIn. Und ein Sechstel (17 Prozent) sucht auch in eher privaten Netzwerken wie Facebook oder StudiVZ.

Achtung, Fallstricke im Netz

"Das Internet ist für Firmen eine wichtige zusätzliche Informationsquelle geworden, um sich ein Bild über einen potenziellen Mitarbeiter zu machen", sagt Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Das kann für Jobsuchende zum Fallstrick werden, wenn Personalverantwortliche im Netz etwa auf unvorteilhafte Fotos oder anstößige Äußerungen eines Kandidaten stoßen. Scheer rät daher: "Jeder sollte wissen, was über ihn im Internet steht, und er sollte dieses Bild bei Bedarf aktiv selbst gestalten." Um nicht vorzeitig aussortiert zu werden, sollten sich Bewerber an die folgenden Regeln halten.

Bestandsaufnahme machen

Im ersten Schritt schlüpfen Bewerber in die Rolle des Personalers und geben ihren Namen in eine Suchmaschine ein. So sähen sie auf einen Blick, was im Internet über sie zu finden ist. Neben allgemeinen Suchhilfen wie Google, Bing und Yahoo können Bewerber dabei auch spezielle Personensuchmaschinen wie Yasni oder 123People einsetzen.

Eigenes Profil erstellen

Zudem empfiehlt es sich, eine eigene Präsenz aufzubauen, rät der Bitkom-Chef. Das kann ein Profil in einem beruflichen Online-Netzwerk wie Xing und LinkedIn sein - oder eine eigene Webseite. Solche Profile erschienen in den Trefferlisten von Suchmaschinen in der Regel in den oberen Ergebnissen. So lässt sich die Außenwirkung im Netz ein Stück weit beeinflussen.

Meinung vorsichtig äußern

Bloggt jemand zu ungeniert, ist der Ruf schnell ruiniert. Beleidigende Äußerungen in Blogs oder Foren seien daher tabu, warnt Scheer. Für einen Austausch über heikle Themen wie Krankheiten empfehle es sich, im Web ein Pseudonym zu verwenden.

Partyfotos entfernen

Fotos, die einen unseriösen Eindruck erwecken könnten, sollten Bewerber von ihrer Webseite oder aus ihrem Online-Profil verbannen. Schwieriger wird es, wenn pikante Bilder an anderer Stelle im Web veröffentlicht wurden. In dem Fall sollten Betroffene unbedingt verlangen, dass die Fotos entfernt werden, rät der IT-Verband. Dabei könnten sie sich auf ihr Recht am eigenen Bild berufen.

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