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Jung und schon ganz oben: Tipps für frischgebackene Chefs

Tipps für frischgebackene Chefs

21.06.2011, 09:43 Uhr | dpa-tmn, dpa

Jung und schon ganz oben: Tipps für frischgebackene Chefs . Junge Chefs sollten sich von Beginn an Respekt verschaffen. (Foto: imago)

Junge Chefs sollten sich von Beginn an Respekt verschaffen. (Foto: imago)

Ganz jung Karriere machen - davon träumen viele. Aber wer gerade einmal 30 ist und schon in einem Chefsessel sitzt, fühlt sich anfangs häufig ziemlich unsicher. Wir verraten Ihnen, wie Sie einen souveränen Start hinbekommen und Stolpersteinen aus dem Weg gehen.

Krasse Fehler beim Umgang mit Älteren

Wichtig sei, sich von Anfang an Respekt bei den Mitarbeitern zu verschaffen, erläutert Karriereberaterin Svenja Hofert aus Hamburg. Ein junger Chef müsse souverän auftreten und klar kommunizieren, was er wolle. Manchen falle das schwer, gerade im Umgang mit Älteren. Sie neigten dann dazu, Mitarbeitergespräche und Auseinandersetzungen zu meiden.

"Das sind natürlich ganz krasse Fehler, denn dann kommt es tatsächlich zu einer Jung-Alt-Konstellation, die für beide Seiten unangenehm ist", warnt Hofert. "Der Alte denkt 'Oh Gott, der hat doch keine Ahnung', und der Junge denkt 'Oh Gott, dieser Besserwisser, Veränderungsverweigerer, Blockierer'", so die Expertin. Ein junger Chef müsse auch wertschätzen, dass ein "alter Hase" Informationen besitze, die er selbst noch nicht vorweisen könne.

Konsequenzen ziehen

Wenn ältere Mitarbeiter ihren Vorgesetzten respektlos behandelten, müsse dieser sofort klar machen, dass es so nicht gehe. "So eine Kommunikation sollte aber auf jeden Fall persönlich und nicht per E-Mail stattfinden", betont Hofert. Nütze das nichts, müssten Konsequenzen folgen - bis hin zur Abmahnung.

Besser kleiden als die Mitarbeiter

Jungen Chefs empfiehlt sie zudem, immer ein bisschen besser gekleidet zu sein als die eigenen Mitarbeiter - "aber eben auch nicht zu sehr". Ein weiterer Tipp: Wer seine Kollegen vor der Beförderung geduzt habe, sollte als Chef nicht plötzlich zum Sie übergehen. Ein Feierabendbier mit den Mitarbeitern sei erlaubt. "Man sollte zwar Status ausstrahlen, aber gleichzeitig nahbar sein", meint Hofert. Aber: Dann bloß nicht zu viel trinken.

Die Karrierespezialistin rät davon ab, als junger Chef jeden Morgen extra früh ins Büro zu kommen und bis spät abends zu bleiben. Wer sich dem Unternehmen gnadenlos unterwerfe, riskiere nicht nur einen Burn-out, sondern sei auch ein schlechtes Vorbild für seine Mitarbeiter.

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