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Arbeitszeit: Vom Vollzeit- zum Teilzeitjob – so funktioniert's

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Regelungen beim Wechsel  

Vom Vollzeit- zum Teilzeitjob: So funktioniert's

11.05.2018, 10:00 Uhr | Claudia Bell, dpa, t-online.de

Arbeitszeit: Vom Vollzeit- zum Teilzeitjob – so funktioniert's. Gegen Mittag die Sachen packen und nach Hause gehen: Teilzeit macht es möglich. (Quelle: dpa/Westend61/Leander Baerenz)

Gegen Mittag die Sachen packen und nach Hause gehen: Teilzeit macht es möglich. (Quelle: Westend61/Leander Baerenz/dpa)

Der Wechsel von einer Vollzeit- auf eine Teilzeitstelle ist für viele Beschäftigte die perfekte Lösung, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Das müssen Sie beachten, wenn Sie Ihre Arbeitszeit reduzieren möchten.

Beschäftigte haben einen Anspruch darauf, in Teilzeit zu wechseln. Arbeitgeber dürfen den Antrag nur selten ablehnen. Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten, wenn Sie von Vollzeit in Teilzeit wechseln möchten:

Wo ist der Anspruch auf Teilzeit gesetzlich geregelt?

Der Anspruch des Beschäftigten auf einen Wechsel von Voll- auf Teilzeit ist im Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge, kurz: Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG), festgeschrieben. Auf die Verringerung der Arbeitszeit wird unter Paragraph acht näher eingegangen. Hier heißt es: "Ein Arbeitnehmer, dessen Arbeitsverhältnis länger als sechs Monate bestanden hat, kann verlangen, dass seine vertraglich vereinbarte Arbeitszeit verringert wird." Zudem müssen in dem Unternehmen mindestens 15 Mitarbeiter tätig sein.

Wie viele Arbeitsstunden gelten als Teilzeit?

Es gibt bei Beschäftigungsverhältnissen in Teilzeit keine gesetzlich festgelegten Mindeststunden. Die jeweilige Stundenanzahl wird zumeist im Arbeitsvertrag geregelt. Das können zum Beispiel 32, 20 oder zehn Stunden sein.

Es ist aber auch möglich, dass im Teilzeitvertrag keine feste Stundenzahl vereinbart wird. In diesem Fall finden sich Formulierungen wie "Teilzeit mit flexiblen Wochenstunden" oder "Arbeitszeit richtet sich nach den Belangen des Unternehmens".

Hat der Beschäftigte Anspruch auf seine bisherige Stelle in Teilzeit? 

Im Teilzeit- und Befristungsgesetz ist nicht festgelegt, dass ein Teilzeitarbeitnehmer Anspruch auf genau dieselbe Stelle hat. "Der Arbeitnehmer kann zwar den Anspruch anmelden, aber die Wahrscheinlichkeit, dass das klappt, ist eher gering", erklärt Christina Wendt, frühere stellvertretende Pressesprecherin im Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

Wann sollte der Beschäftigte den Antrag auf Teilzeit stellen?

Arbeitnehmer müssen einen Antrag auf Teilzeit mindestens drei Monate vor deren geplantem Beginn abgeben. Eine bestimmte Form ist dabei zwar nicht vorgeschrieben. Der Rechtsschutz des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) empfiehlt aber, den Antrag immer schriftlich einzureichen. So gibt es im Streitfall Beweise.

Was sollte in einem Teilzeitantrag nicht fehlen?

Die genaue Ausgestaltung der geplanten Teilzeit gehört in den Antrag – also wann jemand arbeiten möchte und wann nicht. Gibt der Arbeitnehmer dies nicht an, kann der Arbeitgeber die Arbeitszeit nach eigenen Wünschen verteilen.

Kann der Arbeitgeber den Wunsch auf Teilzeit ablehnen?

Einfach ablehnen kann der Arbeitgeber den Antrag in der Regel nicht, dafür bräuchte er gute Gründe. Es reicht zum Beispiel nicht aus, wenn ihm die Teilzeitarbeit organisatorische Schwierigkeiten bereitet – wesentliche Beeinträchtigungen oder unverhältnismäßig hohe Kosten müssen es schon sein. Außerdem muss der Arbeitgeber den Antrag dann spätestens einen Monat vor dem gewünschten Teilzeitbeginn ablehnen.

Was können Beschäftigte dagegen tun?

Wehren könne man sich dagegen nur mit Hilfe eines Anwalts. Doch davon rät Christina Wendt ab. Wer die Arbeitszeit reduzieren wolle, solle sich lieber zuvor darum kümmern, wie das stressfrei umgesetzt werden könnte. Das bestätigt auch Christian Rothländer, Rechtsexperte und Autor des Buches "Teilzeit / Altersteilzeit".

Zu erwarten ist nach seiner Ansicht, dass der Arbeitgeber auf den Wunsch seines Mitarbeiters, weniger zu arbeiten, mit einer Veränderung des Arbeitsplatzes oder des Aufgabenbereichs reagiert. Die Möglichkeit einer Versetzung auf eine andere Stelle oder die Zuweisung anderer Projekte bestehe ab dem Moment, in dem man sich für Teilzeit entscheide. "Das Risiko muss man einfach eingehen, wenn man nur noch in Teilzeit arbeiten möchte", meint Rothländer.

Ist eine Versetzung in andere Stadt möglich?

Betroffene könnten jedoch im Vorfeld der Reduzierung vertraglich festlegen, dass sich zumindest der Arbeitsort aufgrund einer Verringerung der Arbeitszeit nicht ändert. "Dazu raten wir dringend, und im Ernstfall kann man sich auch gegen unzumutbar lange Fahrzeiten wehren", betont Rothländer.

Allerdings müssten Teilzeitarbeiter in spe gerade bei großen Unternehmen mit einer Versetzung in eine andere Stadt rechnen. "Je größer die regionale Ausbreitung des Arbeitgebers ist, desto höher ist auch das Risiko einer Versetzung", erläutert der frühere Ver.di-Fachmann.

Gibt es einen Anspruch von Rückkehr zu Vollzeit?

Ein Rückkehrrecht zu Vollzeit gibt es nur, wenn jemand während der Elternzeit seine Stundenzahl reduziert.

Verwendete Quellen:


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